(Für die Nichteingeweihten: es geht darum, wie man verschränkte rechte Maschen ohne Hilfsnadel verziehen kann, d.h. was vorher li-verschränkt war wird in der nächsten Reihe zu verschränkt-li)
Vielleicht fang ich einfach mal mit dem oberen Vorgang an:
Zugmasche nach links
Verschränkte und linke Masche auf die rechte Nadel heben. Mit der linken Nadel vor der linken Masche in die verschränkte Masche stechen. Rechte Nadel zurückziehen, verschränkte Masche bleibt dabei auf der linken Nadel. Linke Masche kurz auslassen und von hinten mit der rechten Nadel auffangen. Auf die linke Nadel heben. Linke Masche abstricken. Verschränkte Masche abstricken.</span>
...soweit die Beschreibung aus "Bäuerliches Stricken".
An der ich lange Zeit gescheitert und verzweifelt bin
Zugmasche nach links
Arbeitsfaden vor die Arbeit legen, wie beim Stricken linker Maschen. Verschränkte und linke Masche auf die rechte Nadel heben. Mit der linken Nadel vor der linken Masche von links in die verschränkte Masche stechen. Rechte Nadel aus beiden Maschen zurückziehen, verschränkte Masche bleibt dabei auf der linken Nadel. Linke Masche ist nun auf keiner Nadel und wird von der rechten Nadel unmittelbar nach dem Herausziehen derselben wieder aufgenommen (von links einstechen). NICHT auf die linke Nadel heben , sondern von der rechten Nadel die linke Masche abstricken. Verschränkte Masche abstricken.
Der Witz an der ganzen Sache ist nämlich:
1. Nach dem Verkreuzen der beiden Maschen nicht beide Maschen auf der linken Nadel zu haben, da sich dabei die beiden Maschen beim Abstricken ziemlich ins Gehege kommen, d.h. ziemlich eng nebeneinander liegen. Läßt man die eine Masche auf der rechten Nadel und strickt sie von dort ab (was nach ein wenig Übung/Nachdenken sehr schnell geht) umgeht man nämlich dieses Problem.
2. Darauf zu achten, wo man sich vor Beginn des Verkreuzens den Arbeitsfaden hinlegt. Wenn die erste der beiden abzustrickenden Maschen (so wie oben geschildert) eine linke Masche ist, sollte der Faden vor der Arbeit liegen. In allen anderen Fällen (verschränkte Maschen nach rechts verziehen bzw. verkreuzen zweier verschränkter Maschen nach links oder rechts) sollte der Faden hinter der Arbeit liegen.
Wenn man das ganze sich mal angeeignet hat, geht es wirklich deutlich schneller wie mit einer Hilfsnadel, da das ganze in einer erstaunlich flüssigen Bewegung vonstatten geht. Und plötzlich kann ich Trachtensocken in einer für meine dreißigjährigen Pfötchen erstaunlichen Geschwindigkeit stricken
Dieser Beitrag wurde von ArminF bearbeitet: 19.10.2007 - 08:33

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