Männerpullover - Erfahrungsaustausch
#1
Geschrieben 03.04.2008 - 19:00
Ich habe mal wieder Wolle ersteigert und überlege, meinem Mann einen Pullover zu stricken. Zwei Versuche waren totale Pleiten: Baumwolle Evita von Lang. Wurde bei ihm nach einer Wäsche zu kurz und zu weit.
Linova von GGH nach Anleitung. In meinen Augen ein schickes Teil, ihm aber zu figurbetont (Rippe 3re 2li) und die Ärmel zu eng.
Jetzt habe ich Cotton Merino und überlege, ob ich sie lieber mir gönnen soll oder ob ich es nochmal wage. Vom Material her hoffentlich formstabiler und ich werde im Netz und in meinen Büchern mal nach etwas ganz Legerem suchen, das aber auch schick und bürotauglich ist.
Wie haltet ihr es: Strickt ihr für eure Männer?
Ich stricke ihm oft Socken, einen Tychus trägt er auch und hat sich für den nächsten Winter einen Schal gewünscht. Meine Töchter bekommen laufend Socken, ich gelegentlich auch. Sonst stricke ich Pullover und Jacken sowie Tücher für meine Töchter und mich. Uns passen alle Pullover und Jacken ganz wunderbar ob nun mit Armkugel oder Raglan, wobei ich sowohl figurbetontere als auch legere Sachen stricke.
Sind alle Männer so "schwierig"?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Viele Grüße
Nadia
#2
Geschrieben 03.04.2008 - 19:14
also ich habe es aufgegeben, für meinen Mann Pulis zu stricken. Die sind ihm meistens zu warm, haben immer super gepasst und waren auch nicht zu dick... Er kriegt nur noch Socken und ab und zu mal eine neue Mütze oder einen Schal. Basta! Wer nicht will, der hat schon!
Und so habe ich mehr freie Kapazitäten für mich, meine Kinder und Enkel. Wobei die letzteren am besten wgkommen.
Liebe Grüße
Karin
Dieser Beitrag wurde von karinsocke bearbeitet: 03.04.2008 - 19:15
#3
Geschrieben 03.04.2008 - 21:18
Er trägt sie alle gern und regelmäßig, bekommt er dadurch doch viel Aufmerksamkeit von weiblichen Wesen
Da er groß und schlank ist, kann er praktisch alles tragen. Er liebt auch ausgefallenere Sachen. Socken habe ich aber bisher nur ein Paar für ihn gestrickt.
Was ich an Männersachen stricke, kannst du im Tagebuch - Link siehe unten - ansehen.
Ciao
Michaela
#4
Geschrieben 03.04.2008 - 22:01
Das sind ja sehr unterschiedliche Erfahrungen.
@Michaela: Ich habe deine Werke bewundert und bin begeistert. Ich stricke auch täglich in der S-Bahn, da es aber meistens die gleiche Bahn ist, wird kaum noch geguckt und so gut wie nie etwas gesagt. Ich nehme auch immer nur Socken mit, da ich die in meiner Dose gut transportieren kann und sie leicht sind. Pullover und Mustersachen nadele ich nur zu Hause.
Außer den UFOs habe ich z.Zt. eine Strickjacke, einen Pullover, zwei Schals und drei Paar Sacken in Arbeit.
Und ich beginne auch neue Sachen, wenn noch UFOs da sind. Mein Ziel: Bis Ende 2008 höchstens noch drei UFOs aus Altbeständen, d.h. älter als 1 Jahr.
Gruß
Nadia
#5
Geschrieben 03.04.2008 - 22:24
ich habe leider eher Karins Erfahrungen gemacht.
Entweder war ein Wollpulli zu warm oder ein Baumwollpulli zu schwer (meine Pullis waren immer für Männer von mindestens 1,80 m und verbrauchten entsprechend viel Garn).
Gekaufte Herrenpullover sind meist aus sehr feinem Mischgarn mit Acryl, das nicht zu sehr wärmt, wenig wiegt und gut waschbar ist. Man darf nicht vergessen, daß Männer diese Pullover - im Gegensatz zu uns Frauen - in beheizten Räumen meistens über (Unterhemden plus) Hemden tragen und nicht über dünner Wäsche oder auf blanker Haut. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Männer, die viel in freier Natur unterwegs sind, wissen sicher einen Wollpullover zu schätzen.
Ich bin letztlich auch auf Socken und Schals umgestiegen, die ganz gut ankommen.
LG Tammina
#6
Geschrieben 04.04.2008 - 02:06
früher habe ich immer meinen Vater bestrickt und meine Brüder. Es hat sich keiner gewehrt! Mein jüngster Bruder fragt immer noch, ob ich ihm nicht etwas stricke. Er trägt gern einen dünneren Pulli im Büro überm Hemd oder eine dünne Strickjacke anstatt Jackett.
Mein Vater hat die Sachen noch und hat erst letztens einen Westover getragen, den ich meinem mittleren Bruder gemacht hatte und der ihm zu klein geworden ist.
Ich stricke aber auch gern mit dünnen Nadeln, dann wird das nicht so dick.
Wenn jemand meine Stricksachen nicht mögen täte, würde ich für denjenigen auch keine mehr machen.
Liebe Grüße
Reni
#7
Geschrieben 04.04.2008 - 08:48
Mein Tipp an Nadia: Strick doch aus dem Garn erst mal was für Dich. Wenn es dann fertig ist, frag ihn, ob er aus solchem Garn auch gern etwas hätte. Und dann guck mit ihm zusammen z.B. im Kaufhaus oder in einem Katalog, was ihm gefallen könnte. Auf diese Weise kann man die Fehlerquote schon mal einschränken.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
#8
Geschrieben 04.04.2008 - 11:56
- das Gestrick muss moosgrün sein
- es muss einfarbig sein
- es darf keinen Schnickschnack haben (Muster, Zöpfe, Kapuze, Reißverschluss, Kragen, Knöpfe ...)
- es muss akkurat so sitzen wie das acht Jahre alte Lieblingssweatshirt.
An dem Werk stricke ich noch. Es ist gefühlte zwei Meter breit und ebenso lang. Glatt rechts wäre vielleicht etwas langweiliger zu stricken, aber nur etwas. Halbpatent ist auch nicht gerade abwechslungsreich. Da war der Zopfmuster- und Diamonds-Pullover in Schwarz noch unterhaltsam dagegen. Die Männer in meiner Familie haben mehrheitlich diese strikte Abneigung gegen Buntes. Dass sie Farbflächenpullis tragen ist ebenso wahrscheinlich, wie dass man sie im Leopardenmini mit Netzstrumpfhose auf der Straße trifft. Was meinen Sohn betrifft, meine Erziehung wars nicht, ich schwöre! Von mir bekam er Farben angeboten und trug sie als Kind auch, aber so um die Pubertät herum beschloss er, dass alles nicht einfarbige unmännlich ist. Wenn ein dunkelblaues Sweatshirt eine andersfarbige Kante hat, kauft er's nicht. Stickereien, Aufdrucke, Muster alles strikt verboten.
Für den Jüngsten stricke ich erst, wenn er ausgewachsen ist.
Miss Ellie
#9
Geschrieben 04.04.2008 - 13:34
Mein Mann liebt seine, von mir handgestrickten, dicken Pullover. Er trägt sie fast immer als Jackenersatz wenn es sehr kalt ist.
Als ich ihm im Herbst einen neuen Pulli stricken wollte, meinte er aber, dass er genug habe.
Nun habe ich einen Männerpullover für eine Arbeitskollegin meines Mannes gestrickt, und was kam von meinem Mann? Warum strickst du für mich nicht auch so einen?
Ja, so kann es gehen.
Liebe Grüsse aus der Schweiz,
Annemarie
#10
Geschrieben 04.04.2008 - 20:30
Da ich die Strickprojekte mit meinem Liebsten bespreche, die Wolle nach seinen Vorstellungen suche und das Modell mit ihm bespreche, freut er sich rieesig über jedes Stück. Und da er ein begeisterter Wollsockenträger ist, treff ich da immer ins Schwarze.
Er hat mich übrigens überhaupt dazu animiert, mit Stricken zu beginnen. Musste also 40 werden, um mit Handarbeit zu beginnen. Er freut sich übrigens auch über solche Sachen enorm und erklärt allen ganz Stolz, was ich so fabriziere...
Tischdecke_in_schwarz.jpg (43,71K)
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#11
Geschrieben 04.04.2008 - 21:18
Zitat
- das Gestrick muss moosgrün sein
- es muss einfarbig sein
- es darf keinen Schnickschnack haben (Muster, Zöpfe, Kapuze, Reißverschluss, Kragen, Knöpfe ...)
- es muss akkurat so sitzen wie das acht Jahre alte Lieblingssweatshirt.
Huch, ist mein Sohn bei dir untergetaucht? Das könnte wörtlich von ihm stammen. Als Kind hat er alles getragen. Zwischen 14 und 18 war dunkelblau-schwarz-melirt schon eine Farborgie. Ärmellänge bis fast an die Zeigefingerspitze. Gesamtlänge fast bis ans Knie.
Aber es wächst sich aus. Bestimmt. Geduld bringt Rosen.
Liebe Grüße
Reni

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