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Wassilissa's Blog



Und weiter gehts mit Socken

Geschrieben von Wassilissa, 15 Oktober 2012 · 493 Aufrufe
Socken
Sockenstricken ist schon irgendwie super. Man hat schnell ein Erfolgserlebnis und außerdem ein Produkt, das sofort angezogen wird. Und teuer sind sie auch nicht, da ich eine ganze Schachtel mit Resten und Knäueln aus Sonderangeboten habe. Ganz im Gegensatz dazu sind meine Lieblingsstrickereien, irgendweldche Pullis: Sind oft aus teurer Wolle, werden nie so, wie ich es möchte und dauern ewig.
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Diese hier für meine Tochter waren auf ein paar Tage gestrickt. Am Freitag im Strickclub angeschlagen, am Samstag im Zug nach Ludwigsthal weitergestrickt und gestern bei Tatort und Jauch vollendet. Garn: Aus einem Rest Fortsisima Socka in Pink und meinem unerschöpflichen Bestand roter selbstmusternder Gründl. Als es vor Jahren die bei Aldi gab, habe ich anscheinend drei rot-weiße Päckchen gekauft, wegen der weißen Wolle. Die rote verarbeite ich seitdem immer wieder und habe noch einge Knäuel.
Der Zug nach Ludwigsthal führte uns hierhin. Wir waren vor Jahren schon mal da und haben einer Freundin zum Geburtstag geschenkt, dass wir sie und ihre Familie dahin einladen. Dort gibt es ein erstklassiges Bio-Restaurant und viele Nationalparktiere, die man auf dem Hinweg gut sehen kann, Wölfe, Przewalski-Pfere, Luchse oder hier, rückgezüchtete Auerochsen:
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Ich dachte immer, es wäre für einen Tagesausflug von uns aus zu weit, aber eigentlich ist es super bequem, denn der Zug hält direkt dort, man kann mit dem Bayernticket recht günstig fahren und so ist das ein sehr stressfreier Ausflug. Ja, das war ein schöner Tag und wie gesagt, auch strickreich.
Sonst sind die Tage eher stressreich, denn heute beginnt das neue Semester und ein Berg Arbeit wartet auf mich.


Neue Socken

Geschrieben von Wassilissa, 12 Oktober 2012 · 464 Aufrufe
Socken
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Neue Socken werden dringend benötigt. Also habe ich mal schnell diese aus sechsfädiger Regia gestrickt. Aber oh Schreck: Wider Erwarten ging das Garn aus, ich ergänzte dann mit vierfädiger Gründl, die auch irgendwie passt. Anziehen werde ich sie trotzdem.
Nun werden noch welche für das Töchterchen gestrickt, dann nochmal für mich. Dazwischen brauchen wir auch noch Handschuhe, da Lilli ihre diese Woche beim Sport verloren hat (inklusive Radhelm). Ich hoffe ja, dass die Sachen noch auftauchen, aber sie hat wohl schon in der Turnhalle nachgefragt und es wurde nichts gefunden. Also ist lauter mindless knitting aus dem Sockenwolle-Bestand angesagt.


München-Venedig, Etappe 7

Geschrieben von Wassilissa, 07 Oktober 2012 · 529 Aufrufe
Alpendurchquerung
Der zweite Tag der Sommertour, Montag der 27.8., ist unser erster „ernsthafter" Wandertag. 960 Höhenmeter sind bis zur Falkenhütte zurückzulegen.

Schon beim Losgehen um 9.15 Uhr lacht uns die Sonne. Ein herrlicher Wandertag erwartet uns, ein Tag, an dem man wirklich weiß, warum man es macht. Zunächst geht man durch das Johannestal zum kleinen Ahornboden. Immer näher rücken die herrlichen Gipfel des Karwendel. Der Rißbach wird immer rauschender, die Einschnitte in den Berg teilweise klammartig.

Den kleinen Ahornboden erreichten wir zügig, gegen 12.30 Uhr. Das ist eine herrliche Stelle auf 1399 m, an der uns grüne Wiesen und Bäume, blauer Himmel und steile Abhänge beindrucken.

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Von dort aus wird der Weg noch merklich anstrengender, ab der Ladizalm richtig steil und schweißtreibend. Trotzdem kommen wir zügig zur wunderbar urigen Falkenhütte, wo wir im Sonnenschein auf der Terasse sitzen und die spektakuläre Aussicht bewunderten.

Außerdem ist schon das erste Mal Wäsche waschen fällig. Wir haben für jeden nur drei T-Shirts, also heißt es fast Tag für Tag eines zu waschen. Hier auf der Hütte weht der Wind, die T-Shirts werden schnell trocken sein.

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Wir sind heute wirklich absolut super gewandert. Da wir früh genug auf der Hütte waren, konnten wir Apfelstrudel und Himbeerbuttermilch schmausen, Wizard spielen, lesen und es uns einfach gutgehen lassen.

Recht bald müssen wir in die Hütte gehen, draußen wird es abends frisch. Außerdem ist die Hütte voll belegt und da schadet es nichts, wenn man sich einen Sitzplatz sichert. Der Innenraum der Falkenhütte ist nicht wie sonst auf Hütten braun-holzfarben vertäfelt, sondern elegant blaugrau und mit einem schönen Wandgemälde von 1923 im Stil Wilhelm Buschs oder Olaf Gulbrandsons.


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Unter diesem Gemälde verbringen wir einen gemütlichen Abend, schafkopfend und im Gespräch mit zwei Mountainbikern, die sich an unseren Tisch setzen. So geht ein herrlicher Wandertag zu Ende.


München-Venedig, Etappe 6

Geschrieben von Wassilissa, 06 Oktober 2012 · 456 Aufrufe
Alpendurchquerung
Endlich komme ich mal dazu, unseren weiteren Fortgang der Alpendurchquerung zu schildern.
Ich werde also heute mal weiterschreiben. Vom Stricken gibtes eh grad nichts. Ich stricke stinknormale Socken, ohne Muster und trage den gestreiften Sommerpulli - danke für die vielen netten Worte dazu!

6. Wandertag: Jachenau – Hinterriß

Voller Freude starten wir am 25.8. nach Jachenau. Endlich weiterwandern! Wir hatten bereits mit der Unterkunft Glück, weil wir eine günstige Ferienwohnung für die erste Nacht ergattern konnten („Zum Holzschnitzer" hieß die Unterkunft). Von dort aus konnten wir am nächsten Tag dann gut starten.

Leider hatten wir völlig unterschätzt, wie weit es von Jachenau nach Hintertux ist, wo wir das Auto noch hinstellen mussten. Wir sind viel zu spät in Jachenau angekommen, mein Mann ist dann daher auch sehr spät erst mit dem Auto von dort weg. Zurück von Hintertux wollte er eigentlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, die fuhren dann aber nur noch bis zum Ende des Zillertals, den Rest zu unserer Wohnung zurück musste er per Anhalter fahren und schließlich für die letzte Kilometer von unserem netten Vermieter geholt werden. Zahncreme kauften wir den Vermietern dann auch gleich noch ab, die hatten wir auch vergessen. Die Packlogistik war ja ein beherrschendes Thema: Wie packt man die Sachen für eine Woche wandern so, dass man nicht zu viel tragen muss? Also war jeder der Meinung, eine Zahnpasta reiche für alle. Nur hatten wir dann gar keine eingepackt. Und überhaupt die Spannung: Wie würde es uns auf unserer ersten langen Etappe gehen? Knie, Rücken, Allgemeinkondition? Alles fit?

Am nächsten Morgen, Sonntag 26.8., ging es dann los. Von der Wohnung aus konnte man direkt losgehen, erst eine Forststraße hinauf, dann wurde der Weg waldiger und sumpfiger. Wir passierten wunderschöne Almen, Lainer Alm, Luitpolder Alm. Das Wetter wurde zunehmend schlechter. Regen fiel und der Weg wurde immer steiler. Das war durchaus anstrengend. Völlig unvermutet kamen wir nach einigen Stunden am Rißsattel an. Was für ein spektakulärer Ausblick! Selbst ohne Fernsicht aufgrund der Bewölkung war es toll.


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Wir machten ein bisschen Brotzeit, dann ging es in scharfen Kehren nach unten. Für Vorderriß hatten wir uns eigentlich einen Geocache ausgesucht, der sich mit der „Seeschlacht von Vorderriß" beschäftigte. Der Cache lag dann leider gar nicht auf unserer Strecke, die Geschichte aber vom Kampf zwischen Jägern und Wilderern, die auf einem Floß ihre Beute wegbringen wollten, beschäftigte uns sehr. Wir kehren dann auch im Gasthaus „Zur Post" ein, in dem ein Gemälde zu diesem Thema hängt. Das Gasthaus zur Post in Vorderriß ist empfehlenswert. Wir tranken dort nur Kaffee und aßen Marillenknödel, während draußen der Regen niederprasselte. Aber es war sehr nett und heimelig dort. Die Kinder waren nicht begeistert, dass wir dort wieder weiter mussten.

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Der weitere Weg nach Hinterriß geht meist entlang einer Straße, dauert relativ lange (wir brauchten 2h 45 min) und wird von den meisten Leuten mit dem Bus gemacht. Das ist aber gar nicht so empfehlenswert! Wir gingen den Weg zu Fuß und fanden ihn sehr schön. Erstens riß das Wetter auf, die Karwendelberge tauchten vor uns auf und gewährten uns schöne Einblicke in das, was uns die nächsten Tage erwarten würde.


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Zum anderen brachte der Weg immer wieder tolle Teilstücke. Vor allem die Grenzbrücke über die Rißbachklamm, die Deutschland und Österreich an einer beeindruckenden Stelle verbindet, fand ich toll. So etwas sieht man nur zu Fuß, denn mit dem Auto und selbst mit dem Rad fährt man einfach drüber.

Der Weg schien trotzdem irgendwie nicht zu enden. Um dreiviertel sechs, nach acht Stunden Wanderung ohne größere Pause waren wir am Gasthof zur Post in Hinterriß angekommen, wo wir die Nacht verbrachten.


Stripes go round

Geschrieben von Wassilissa, 03 Oktober 2012 · 363 Aufrufe

Stripes go round ist ein alter Schnitt bzw. eine alte Anleitung aus der IK, war bereits 2004 drin und findet sich auch in "The best of Intervewave Knits".
Ich bin darüber gestolpert, weil ich die Anleitung für einen einfachen Sommerpulli suchte.
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Die Sommer ist nun vorbei, aber heute war ein herrlicher Herbsttag, da konnte ich den mittlerweile fertigen Pulli über einem Langarmshirt anziehen. Der Pulli wird in einem Stück gestrickt, was ich verhältnismäßig blöd fand, denn die Maschenprobe passte nicht und ich konnte daher nie ganz sicher gehen, ob alles passt. Ich habe dann auch nochmal aufgetrennt und enger gestrickt, zum Glück, denn so passt er wohl. Ich habe Catania verwendet und Nadelstärke 3, für Größe 44 etwa 260 Maschen angeschlagen.
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Die Farben orientieren sich an einem Sommerrock, zu dem ich den Pulli eigentlich anziehen wollte.


Weste aus Yak ist fertig

Geschrieben von Wassilissa, 23 August 2012 · 392 Aufrufe
Yak
Das Modell 34 aus der Verena vom Winter 2010 ist die Weste "Hope" aus Lang Yak. Da ist sie nun:
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An sich finde ich sie schön, v.a. die Blätter-Passe.
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Ich muss aber auch sagen, dass sie mir von vorne weniger gefällt. Mit den Knöpfen bin ich ganz zufrieden. Ich habe sie bei Rödel gekauft, nachdem ich im Wollgeschäft bei uns keine schönen bekommen habe. Sie sind ganz schlicht. Aber irgendwie halten sie das Teil nicht gut zusammen. Der Knopf in der Musterpasse ist eine richtige Katastrophe. Hab schon enger genäht, sieht trotzdem sch... aus. Offen lassen ist auch blöd, weil der Abschluss nicht schön ist. Man sollte die Ränder umhäkeln, ich habe das dann sogar zweimal gemacht, dass es irgendwie sauber aussieht. Zumindest die unteren Bündchen rollen sich nicht mehr.
Naja, ich werds noch mit Dämpfen versuchen, denn ansonsten bin ich sehr zufrieden. Aus dem Rest der Yak (ich habe fast noch zwei Knäuel) mache ich mir noch eine Mütze. Das Garn ist schön weich.


Nun hat die Puppe Kleider

Geschrieben von Wassilissa, 16 August 2012 · 623 Aufrufe
Strikkedukker, Lesen
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So, nun hat sie also auch Kleider. Latzhose, rotes T-Shirt und Chucks sind der Kleidung meiner Tochter nachempfunden, denn vielleicht mache ich beim Doppelgänger-Wettbewerb mit. Die Konkurenz ist allerdings Wahnsinn, Klickt euch mal durch die Bildergalerie. Wunderbar und witzig!!

Nun kann ich also wieder was anderes stricken, nadle an meiner Yak-Weste, denke über einen Sommerpullover nach. Gerade habe ich im Internet gelesen, dass es die Catania von Schachenmayr nicht mehr gibt. Sowas Blödes! Die genau hatte ich für meinen Sommerpulli vorgesehen. Da muss ich nachher mal sehen, was das Wollgeschäft so bietet.

Außerdem habe ich einen Buchtipp, der viel "Stricken drin" hat. Rubinrotes Herz, eisblaue See von Morgan Callan Rogers.Ein wunderschönes Buch!
Florines Mutter Carlie verschwindet, als das Mädchen 11 Jahre alt ist. Das Buch erzählt, wie das Kind darüber wegkommt, von der Schwierigkeit des Erwachsenwerdens, von der Bedeutung von Freudschaften und Bezugspersonen, von der Liebe. Es ist ein schönes Buch, trotz des traurigen Themas, weil es irgendwie den Tenor hat, dass man mit Schicksalen fertig werden kann.
Die Personen sind liebe voll gezeichnet, Florine selbst, die Großmutter, der Vater, die Freundin Dottie, der Freund Bud, Stella, Susan, sie alle haben ihre eigene Geschichte, ihre Eigenheiten, sind Charaktere. Ein schönes Buch mit Tränenchancen am Ende...
Stricken spielt eine große Rolle, weil die Großmutter des Mädchens viel strickt. Sie verdient damit auch Geld und gibt das Stricken an das Mädchen weiter, die dann ebenfalls viel strickt. Stricken und Backen ist zeitweise die wichtigste Beschäftigung, sowohl für die alte "Grand" als auch für Florine.


Nun fehlt nur noch die Kleidung

Geschrieben von Wassilissa, 06 August 2012 · 419 Aufrufe
Strikkedukker
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Die erste Strikkedukke ist fertig. Nur noch die Kleidung fehlt - sie bekommt eine gestrickte kurze Latzhose. Die Puppe ist komplett aus Spockenwollresten gestrickt.
Man kann der Anleitung der beiden Designer gut folgen, wenn ich auch manches mit der Erfahrung des ersten Mals etwas anders machen würde. Die Haare einzuknüpfen dauerte am längsten, weil man natürlich viel einknüpfen muss, damit es keine hellen Stellen mehr gibt. Ich habe die Haare nicht mit der Häkelnadel eingeknüpft, sondern mit der Stopfnadel. Das Gesicht ist mir gut gelungen, wie ich finde.
Leider habe ich noch keinen Urlaub. Heute ist es mr sehr schwer gefallen, die 350 km hierher zu fahren. Die Kinder haben frei, ach....
Mein Herz war schwer wie eine Quarkschüssel. Nur mein Hörbuch (Freiheit von Jonathan Franzen) hielt mich bei der Stange, denn das ist genial.
Was fällt mir sonst noch ein: Die neue Rebecca gefällt mir wieder mal! Strickerisch keine große Sache, weiß ich schon, aber den Pulli 3 oder die Strickweste 16 hätte ich einfach gern (und eines davon werde ich haben, so wie ich mich einschätze...).
Und dass Bionade mit Strickguerilla Werbung macht, gefällt mir auch: denn Stricken ist wohl so cool, dass man ein (einstmals?) cooles Getränk damit bewerben kann!
So, nun hole ich mir einen Kaffee und dann arbeite ich wieder ein paar Stunden. Eine Bionade Litschi wäre allerdings jetzt auch nicht schlecht....


Strikkedukker

Geschrieben von Wassilissa, 28 Juli 2012 · 669 Aufrufe
Strikkedukker, Lesen
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Meine Freundin hat mir zum Geburtstag das Buch "Strikkedukker" von Arne und Carlos, den beiden Julekukler-Menschen, geschenkt. Es geht um Strickpuppen und ist recht witzig. Ich habe meine Jacke mal unterbrochen und eine solche Puppe angeschlagen. Das geht schnell - mal sehen, wie es wird. Ich bin momentan eh eher unlustig, was Stricken betrifft.
Zu heiß, zu viele gute Bücher....
Gerade lese ich "Koriandergrün und Safranrot", da geht es um eine indische Einwandererfamilie in London. Ein schöner Schmöker.
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Vor einigen Tagen war ich in einem winzigkleinen, uralten Schwimmbad. Ich habe ja eine Schwäche für solche alten Bäder, vielleicht weil das Bad meiner Heimatstadt auch einen 70er-Jahre-Charme ausstrahlt. Da gehören sicherlich Kindheitserinnerungen dazu, das blaue Wasser, der Chlorgeruch, die Sonnencreme, das Gefühl von Sonne verbrannt und vom Schwimmen erschöpft zu sein, die Badsüßigkeiten usw.
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Wobei bei diesem alten Bad Siebzigerjahre nicht mehr reicht....


Zwischenbilanz

Geschrieben von Wassilissa, 23 Juli 2012 · 625 Aufrufe
Lesen, Yak
Meine Yak-Weste nimmt an Gestalt zu. Ich hoffe wirklich, dass sie passt. Ich habe sie gestern mal auf einer Weste von mir ausgelegt, so einigernaßen müsste das stimmen.... Ich brauche noch Knöpfe und bin echt unschlüssig. Grüne, wie der Wollfarbton? Oder Holz? Oder Schwarz?
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Nun wird ja endlich das Wetter besser. Die Sonne scheint und für die nächsten Tage sind an die 30 Grad angesagt. Das trifft sich natürlich super, dass ich bin zum 2.8. homeoffice mache und nicht in die Pfalz muss. Dann kann ich abends mit den Kindern ins Bad.

Für Lilli geht diese Woche die Grundschulzeit zu Ende. Am Wochenende war das Klassenfest. Seit bestimmt 10 Jahren sind wir in den verschiedensten Konstellationen immer zu einem nahegelegenen Landgasthof gefahren, wo man einen großen Spielplatz und riesge Rasenflächen vorfindet, wo man auf eigene Organisation grillen kann, wo es auch einen großen Lagerfeuerplatz gibt, man muss denen nur die Getränke abnehmen. Das liegt mitten in der Pampas und nebendran ist gleich die Sternwarte, zu der wir abends manchmal gingen. Da waren wir mit dem Kindergarten und den verschiedenen Grundschulklassen der Kinder viele viele Male, weil das einfach perfekt ist. Nun war das wohl sicher zum letzten Mal, denn in der weiterführenden Schule gibt es keine solchen Feste mehr.
Auch die Eltern und Kinder, die zum Teil schon mit ein paar Monaten bei mir in der Spielgruppe waren, werden wir aus den Augen verlieren, weil leider fast niemand mit Lilli aufs Gymnasium geht. Die Realschule ist hier einfach beliebter, auch bei den guten Schülern. Das bayerische Gymansium hat einen sehr stressigen Ruf und es gibt so viele Möglichkeiten, nach der Realschule noch Abi zu machen, dass dieses Jahr fast alle die Realschule wählen. Dabei haben wir das Gymnasium am Ort, die Kinder können mit dem Rad hinfahren und sind vor 13 Uhr zu Hause. Die Realschule liegt weiter weg, man muss Bus fahren und kommt nicht vor 14 Uhr. Aber gut, so ist das eben. Da trennen sich also die Wege, wenn uns auch manche Kinder noch in den verschiedenen Freizeitaktionen (Handball, Fußball, Ministranten) erhalten bleiben, die meisten werden sich aus den Augen verlieren.
Und auch wir werden irgendwie alt, keine Klassenfeste mehr, bei denen die Kinder irgendwo schlummern und wir mit den Eltern bis in die Puppen am Lagerfeuer sitzen. Das war eine schöne Zeit, weil es auch unter den Eltern eine schöne Gemeinschaft war.
Auch die Kinderbibelwoche, an der seit 15 Jahren immer irgendein Kind von mir teilnimmt, wird wohl dieses Jahr zum letzten Mal, vielleicht auch vorletzten Mal, besucht werden. Das war ein fester Punkt in unserem Sommer, aber so ist es, die Kinder werden groß und machen eigene, andere Sachen.
Ein bisschen Wehmut ist da schon dabei. Wo ist die Zeit geblieben?

Bevor ich ganz sentimental werde, schnell noch einen Buchtipp:
Ich habe sehr über "Der Boss" von Moritz Netenjakob lachen müssen. Ich saß ständig kichernd beim Lesen da. Ich mochte den Vorgänger "Macho Man" schon total. Das hatte ich als Hörbuch, was auch sehr empfehlenswert ist. Wer das noch nicht kennt, sollte meines Erachtens die Reihenfolge einhalten und erst "Macho Man" lesen.
Es geht um Daniel (das Alter Ego des Autors), der eine türkische Frau heiratet. Daniel ist ein totaler Softie, weswegen er Aylin auch so gut gefällt. Seine neue Kultur würde ihn aber gern ein bisschen umerziehen. Hinzu kommen noch Daniels linkliberale Eltern... Das Buch muss wohl völlig authentisch sein. Moritz Netenjakob ist mit einer türkischen Theaterwissenschaftlerin (glaube ich, sie macht jedenfalls irgendwas mit Theater oder Film) verheiratet. Ich habe das Interview mit Moritz und Hülya Netenjakob in der "Emma" gelesen. Alice Schwarzer war die Nachbarin der Netenjakobs, kennt also die Eltern. Sie müssen wohl echt genau so sein.
Aus meiner Sicht ein absoluter Tipp! Super lustig, so richtig was für den Sommer.






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