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München-Venedig, Etappe 9

Geschrieben von Wassilissa, 20 Oktober 2012 · 783 Aufrufe

Alpendurchquerung
Am 29.8. erwachen wir also auf der Lamsenjochhütte und machen erst mal richtig gut Frühstück. Ich habe ein Birchermüsli mit frischen Früchten, das so richtig lecker ist. Zunächst mal geht es runter. Heute werden wir das Karwendel hinter uns lassen und ins Inntal absteigen, morgen geht es mit einer neuen Gebirgskette los, den Tuxer Alpen. Die morgendlichen Verrichtungen sind schon Routine, Fußcreme, Kartenlesen, Sonnenschutz, um 8.45 Uhr gehts los. Und zunächst immer runter. Eine Gemsenherde, durch die wir durchgehen, erfreut uns dabei. Eine der Gemsen sieht man auf dem Foto unten stehen.
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Der Abstieg bietet nochmal spektakuläre Blicke ins Karwendel, vor uns tut sich schon das Inntal auf. Wir gehen übers Stallental an sehr steil abfallenden Kanten entlang, dann durch die Wolfsklamm mit Wasserfällen und reißendem Bach.
Um 14 Uhr sind wir ins Stans angekommen. Von dort nehmen wir den Bus nach Schwaz und den Zug nach Wattens, wo wir in einer echten Luxusherberge absteigen (Hotel Goldener Adler). Sogar unsere Wäsche wird uns gewaschen, wir können herrlich duschen, Obst einkaufen und im Ort eine hervorragende Pizza essen.
Allerdings sind wir etwas unsicher. Seit der Falkenhütte ist von einem Wettersturz die Rede, Sinken der Schneefallgrenze, usw. Wenn wir heute noch zum nächsten Ziel, der nicht wahnsinnig weit entfernten Voldertalhütte gehen würden, hätten wir einen Tag mehr. Den heutigen und morgigen Tag habe ich als Erholungstage geplant, sie sind also mit weniger Wandern gefüllt, damit wir für die nächsten beiden langen Etappen nochmal Kraft schöpfen können. Die Etappe von heute und die von morgen hätte man also evtl. auch zusammenfassen können zu einer Tour.
Aber in der Voldertalhütte erreichen wir niemanden (ich hatte die Nummer falsch notiert) und irgendwie mag doch auch jeder gern ein wenig im goldenen Adler rasten.
Abends gehen wir noch geocachen. Der Cache heißt "Himmelreich" und befindet sich in einer rekonstruierten rätischen Siedlung. Wir stehen an einer Stelle und das GPS zeigt 300 m Luftlinie an. In den Bergen kann das natürlich auch bedeuten: runter und wieder rauf. So ist es auch. Zwar hat keiner Lust, aber wir machen es dann doch. Und werden belohnt: Die Siedlung ist wunderschön.
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Wir haben ein wunderschönes Abendlicht. Die Grundmauern der 5./4. Jh. v. Chr. entstandenen Siedlung sind erhalten, die kubischen Häuser kann man sich aufgrund der Rahmen aus gerostetem Stahl gut vorstellen. Schöne, informative Tafeln beschreiben die Siedlung und ihre Bewohner. Eine 10,4 m tiefe Zisterne ist ebenfalls zu betrachten.
Auf einer vom Berg aus hinausragenden Plattform aus Stahlgitter (man darf da nicht runtersehen) hat man nochmal einen wunderbaren Blick ins Karwendel. Das sind wir alles schon gegangen.
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Über dieses Gebirge sind wir schon gekommen, von München aus über 150 km gegangen.
Wir haben einen herrlichen warmen Abend - der angekündigte Wetterumschwung ist noch nicht zu bemerken. Bis zum späten Abend kann man im T-Shirt draußen sitzen. Das war in den Bergen nicht möglich.




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