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Jedem Kopf ne Mütze - diesmal für Ben

Geschrieben von Wassilissa, 03 November 2012 · 1.109 Aufrufe

Boshi Lesen
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"Jedem Kopf ne Mütze" ist der Untertitel des Hatnut-Buches. Diesmal habe ich eine für Ben gehäkelt. Die ist sehr am Buch orientiert, Ben wollte das so, das Modell "Powder". Ich habe allerdings wieder feste Maschen gemacht und keine Stäbchen. Außerdem habe ich bei blau ein dickes Garn (Schachenmayer Boston) verwendet und keine zwei dünnen Fäden. Dünne Fäden habe ich für weiß genommen, das waren Reste. Online Timona und ggh Bel Air ließ ich da zusammenlaufen.
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Die nächste ist schon angeschlagen, schwarz - rot diesmal. Meine Nichte wird sie zum Geburtstag bekommen.

Heute war Apfelverarbeitung angesagt. Ich hatte keine große Lust kompliziert zu backen, habe daher nur einen versunkenen Apfelkuchen gemacht und einen Apfeltrifle.

Jetzt lese ich dann noch ein wenig. Der Oktober war als Lesemonat etwas sehr mau. Nur mein letztes Buch, das ich gestern fertig gelesen habe, konnte mich erfreuen. Es war "Kleine Vogelkunde Ostafrikas" von Nicholas Drayson. Das klingt nach Sachbuch, aber es ist ein Roman. Im Vordergrund dieses Buches spielt sich eine leise Liebesgeschichte zwischen zwei älteren Menschen in Nairobi ab. Rose Mbikwa leitet eine Gruppe von Vogelbeobachtern, Mr. Malik ist Mitglied dieser Gruppe. Sein alter Schulkamerad Harry Kahn, der im Gegensatz zu ihm selbst nicht schüchtern und zurückhaltend ist, hat ebenfalls ein Auge auf Rose geworfen. Eine Wette soll regeln, wer Rose zum Ball einladen darf. Es geht darum, wer innerhalb einer Woche die meisten Vogelarten sieht.
Diese Geschichte ist eher betulich und gemütlich erzählt. Doch auf dieser Folie und vor allem auf den Lebensgeschichten der Hauptpersonen Rose und Mr. Malik wird eine Geschichte Kenias erzählt, eine aktuelle Bestandsaufnahme, die ohne anzuklagen erschüttert und bewegt.

Ansonsten konnten mich diesen Monat nicht mal die hochgelobtesten Bücher begeistern. Lediglich das uralte "Alles, was du wissen musst, hast du schon als Kind gelernt" rührte mich sehr an. Obwohl es ein sentimentales, kitschiges Büchlein ist - wahrscheinlich gerade deswegen-. musste ich ständig weinen. Das traf einen Nerv bei mir.
Kostprobe gefällig:
Alles was Du wirklich wissen musst, hast Du im Kindergarten gelernt.

Alles, was ich wirklich über mein Leben, über die Art, wie ich es führen und was ich tun und wie ich sein soll, wissen muss, habe ich schon als Kind gelernt. Nicht in den ätherischen Höhen der High-School, sondern dem Sandkasten im Kindergarten habe ich all
meine Weisheit zu verdanken.
Dort habe ich folgendes gelernt:
Teile alles mit anderen. Sei fair. Schlage niemanden.
Lege die Dinge immer dorthin zurück, wo Du sie gefunden hast.
Räume Deine Sachen auf, wenn Du sie in Unordnung gebracht hast.
Nimm nicht, was Dir nicht gehört.
Entschuldige Dich, wenn Du jemandem weh getan hast.
Wasch Dir vor dem Essen die Hände.
Wenn Du auf der Toilette gewesen bist, betätige die Spülung.
Warme Plätzchen und kalte Milch sind bekömmlich.
Führe ein ausgewogenes Leben- lerne etwas und denke nach, aber zeichne auch jeden Tag ein wenig und male, singe, tanze, spiele und arbeite.
Halte jeden Nachmittag ein Nickerchen.
Wenn Du auf der Strasse gehst, achte auf den Verkehr, und wenn Ihr zu mehreren unterwegs seid, fasst Euch an den Händen und bleibt zusammen.
Achte auf die Wunder, die Dich umgeben. Vergiss nicht das kleine Samenkorn im Blumentopf:
Die Wurzeln gehen hinunter, und die Pflanze wächst nach oben- und niemand weiß wirklich, wie oder warum das so ist, aber wir alle sind wie das Samenkorn.
Goldfische, Hamster und weiße Mäuse und sogar das kleine Samenkorn im Blumentopf- sie alle sterben. Das tun wir auch.
Und erinnere Dich an Deine Bilderbücher aus jenen Tagen und das erste Wort, das Du gelernt hast, das allerwichtigste Wort: „Schau.“
Alles, was man wirklich wissen muss, ist irgendwie darin enthalten. Die goldene Regel, die Liebe und die Grundsätze der Hygiene. Die Ökologie, die Politik, Gleichberechtigung und eine vernünftige Lebensweise. Nimm einen dieser Grundsätze und er erweist sich als wahr, einfach und tragfähig im Familienleben, am Arbeitsplatz, in der Regierung oder in der Welt, in der wir leben.
Man braucht sich einfach nur vorzustellen, um wie viel besser unsere Welt bestellt wäre, wenn die Menschen jeden Nachmittag warme Plätzchen essen, Milch trinken und sich dann zu einem Schläfchen hinlegen würden.
Oder wenn in allen Regierungen der Grundsatz befolgt würde, alles dahin zurückzulegen, wo man es gefunden hat, und jeder die Unordnung, die er angerichtet hat, selbst wieder in Ordnung bringen würde. Und es wäre sicher auch gut, wenn Sie -ohne Rücksicht auf Ihr Alter- Ihren Mitmenschen die Hand reichen und zusammen stehen, wenn sie in die Welt hinaus gehen.

Robert Fulghum





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