Zum Inhalt wechseln






Buchtipps

Geschrieben von Wassilissa, 20 Februar 2010 · 253 Aufrufe

Lesen
Eingefügtes Bild

Im Februar habe ich viel gelesen, auch viel von meiner Wishlist.
Zwei Bücher davon befassen sich mit dem Thema "Drittes Reich". Sie sind sehr unterschiedlich, haben mir aber beide gefallen.

"Nicht alle waren Mörder" ist eine autobiographische Darstellung der Kindheit von Michael Degen. Er ist Jude und hat sich mit seiner Mutter über ein Jahr lang versteckt. Damals war er 11 Jahre alt. Das Buch ist extrem beeindruckend. Wir wissen ja nun, wann der Krieg zu Ende ging, doch die Menschen damals hatten ja keine Perspektive, auf die sie hinplanen konnten. Michael Degens Mutter und er als Junge waren immer auf der Flucht, manche Tage, wo sie am Morgen nicht wussten, was sie am Abend machen würden, woher Essen oder Schlafplatz nehmen, woher Sicherheit, woher Brot. Und hin und wieder unerwartete Hilfe. Das Buch ist ein eindringliches Dokument und hat viele Gefühle in mir hervorgerufen.

"Deine Juliet" von Mary Ann Shaver dagegen ist ein netter Briefroman, der nach dem Krieg spielt. Die junge, unkonventionelle Schriftstellerin Juliet tritt durch Zufall in Briefkontakt mit dem Bauern Dawsey. Er lebt auf Guernsey und erzählt ihr in seinen Briefen von der Gründung des "Clubs der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf" während des Kriegs. Juliet lernt brieflich nach und nach fast alle Mitglieder des Clubs kennen und erfährt von der schrecklichen Zeit auf Guernsey während des Krieges und von Schicksalen, die die Menschen während des Krieges erlitten. Das Buch erzählt schlimme Dinge, doch vordergründig ist es v.a. der heitere charmante Briefton, der die Geschichte trotz des ernsten Hintergrunds zu leichter Lektüre macht. Zudem sind natürlich alle Clubmitglieder einfach großartig, wie überhaupt die Personenzeichnung durchaus schwarz-weiß ist. Aber das macht eigentlich nichts. Ich würde das Buch trotzdem empfehlen. Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, es ist amüsant und witzig, es hat die nötige Portion Drama und Zeitkritik, weinen muss man auch immer wieder mal, ja es ist einfach ein schönes Buch.


Als Hörbuch hatte ich jetzt "Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb" von Amy Bloom. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht recht. Vielleicht hätte ich es lesen sollen und nicht hören. Lillian ist russische Jüdin und reist 1924 nach einem schrecklichen Massaker an ihrer Familie nach Amerika. Dort erfährt sie allerdings nach einem Jahr, dass ihre kleine Tochter noch lebt. Sie macht sich postwendend auf, um über die Beringstraße nach Sibirien zu kommen und das Mädchen zu suchen. Die Geschichte ist eine espisiodenhafte Aneinanderreihung der Ereignisse dieser Reise, oft interessant, oft traurig, aber irgendwie gefiel mir das Buch nicht hundertprozentig. Wahrscheinlich lag es an der Figur der Lillian, die mir unklar blieb. Im Hörbuch konnte ich auch nichts nachlesen, was ich gern getan hätte. Das Hörbuch ist ja auch gekürzt und mir fiel v.a. eine Stelle auf, wo ich gerne noch verweilt wäre.





Hey,

Deine Tipps sind immer sehr interessant und informativ! Habe leider nicht so viel Zeit zum Lesen. Das letzte Buch war "Für immer der Deine" von Nicholas Sparks. Wie immer gut zu lesen - Unterhaltungsliteratur. Hörbücher höre ich bei längeren Strecken im Auto. Was mir da am besten gefallen hat war: "Ich bin dann mal weg" vom Kerkeling. Ich habe es sehr bedauert als es fertig war!

LG und frohes Schaffen!

Birgit aus der frrühlingshaften Schweiz!
  • Melden

Google Werbung

Mein Bild

Neueste Einträge

Meinen Blog durchsuchen

Neueste Kommentare

Impressum  |  Datenschutzerklärung