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18. Türchen: Stricken als Kennzeichen eines normalen Lebens

Geschrieben von Wassilissa, 18 Dezember 2010 · 409 Aufrufe

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Ediths Tagebuch von Patricia Highsmith ist die verstörende Geschichte einer Frau, die verrückt wird. Wie so oft bei Patricia Highsmiths Büchern schleicht sich das Grauenvolle langsam, subtil ein (man denke etwa an „Der Fremde im Zug", wo es ja gerade die ständige unterschwellige Bedrohung durch Bruno ist, die den ganzen, und extremen Grusel ausmacht). Hier ist die Bedrohung das Leben selbst - und deshalb ist das Buch auch schwer zu ertragen: Es erinnert mich an „Frauen" von Marilyn French, denn das Schicksal von Edith ist ein Frauenschicksal, den kranken Schwiegeronkel zu pflegen, während der Mann mit neuer Frau und neuem Kind weit fort ist, mit dem seltsamen Sohn zusammen zu leben und dabei keinen anderen Ausweg als die Phantasie zu finden. Denn Edith erfindet fortan ein anderes, besseres Leben für sich.

Phantasie ist auch die Stelle mit dem Stricken:

Am 18. Februar 1974 schreibt Edith in ihr Tagebuch: „C & D waren entzückt von den beiden Pullovern, die ich für J. & M. gestrickt hatte, beide hellblau mit weiß. Sie sagten, die Nächte in Kuwait könnten recht kalt sein, aber vielleicht sagten sie das auch bloß der Oma zuliebe!"

Was es mit diesen Pullovern und Ediths Stricken auf sich hat, kann man im Buch auf Seite 393 erfahren.




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