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Ein bisschen was vom Stricken, ein bisschen was vom Leben

Geschrieben von Wassilissa, 21 Februar 2011 · 488 Aufrufe

In 80 Socken um die Welt Leben
Wie immer, wenn sich das Leben überschlägt, kommt das Bloggen zu kurz.
Aber ich habe gestrickt:
Eingefügtes Bild
Meine orientalischen Socken sind nun fertig. Das war auch mein erster Versuch mit Toe up. Zumindest mein erster, der auch zu Socken wurde. Der Anschlag- man sieht es auf dem Bild - ist wie ein kleiner Extrazeh vorn, geht also nicht so richtig in den Socken über. Das wäre verbesserungsbedürftig.
Ich habe zwei verschiedene Anschläge ausgewählt und fand das wechselseitige Umwickeln von zwei Nadeln eigentlich am besten.
Die extra angestrickte Ferse fand ich toll. Ich mag nicht so gern verkürzte Reihe stricken und das war eine gute Möglichkeit: man strickt die Ferse am Schluss in Runden und nimmt immer an den Seiten ab. Ansonsten lief das Stricken ganz normal. Der größte Nachteil am Toe up ist meiner Meinung nach, dass die Abkettelkante am Schaft ist. Denn die Kante ist strenger, als eine Aufschlagkante wäre und ich komme da schlecht rein. Daher werde ich mich in Zukunft doch wieder mit andersrum (richtig rum...) gestricketen Socken begnügen.

Für meine Kollegin habe ich einfache rote Filzhausschuhe gemacht.
Eingefügtes Bild

Die sind eher schlicht und sehen auf dem Foto ungleich aus, was am Fuß eigentlich nicht so aussieht. Meine Kollegin ist kein Typ für Schnickschnack und hat kleine Füße. Sie hat sich jedenfalls sehr darüber gefreut.

Momentan stricke ich diesen Pullover aus der Rebecca 39 für meinen Mann. Allerdings stricke ich ihn aus blauer Alpaca-Schurwoll-Mischung (Gründl Romy) und mache einen anderen Kragen, da mein Mann V-Ausschnitt nicht mag. Das Rückenteil habe ich schon fertig und es gefällt mir gut.

Und was gibts zum Leben zu sagen: Wahrscheinlich werde ich mich beruflich nun doch verändern, was mit Pendeln verbunden sein wird. Umziehen möchte ich nicht, da wir hier wirklich sehr verwurzelt sind und meine Eltern, Freunde, Geschwister hier leben. Darauf möchte ich nicht verzichten. Mein Mann arbeitet auch hier und fühlt sich wohl in seinem Beruf. Daher wird es aufs Pendeln rauslaufen. Ich habe es ja mit Frankfurt schon ausprobert und es hat geklappt. Wie es allerdings auf Dauer und mit einem sehr anstrengenden Beruf sein wird, steht in den Sternen.

Gestern kam "Cabaret" im Fernsehen, was als junges Mädchen kurz vorm Abi mein absoluter Lieblingsfilm war. Ich habe mich damals sehr mit der exaltierten und draufgängerischen Sally Bowles identifiziert, mit ihrer Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe, ohne sich selbst aufgeben zu müssen. Ich habe mir den Film gestern zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder angeschaut, ganz alleine, und ja, ich konnte verstehen, was es war und auch, wie ich früher war. Nun bin ich eher Brian als Sally und war wohl auch schon immer eine Mischung aus beiden Charakteren.
Es hat mir auch gefallen, über eine Freundschaft nachzudenken, die mir damals unendlich viel bedeutet hat. Und immer noch bedeutet, wenn auch vieles anders ist.

Damals war alles offen, ich konnte mich entscheiden, konnte Sally Bowles und Brian sein. Dann habe ich mich entscheiden, anders als Sally Bowles für ein Kind, für eine Beziehung, für einen sicheren Beruf. Und es war gut.
Aber irgendwas davonsteckt immer noch in mir. Und nicht mal sehr tief.




die Socken sehen klasse aus - Farben und Muster sind sehr schön
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Die Socken sind schon kleine Prachtwerke - was das Abketten angeht: versuch es mal mit dem italienischen Abnähen: super elastisch und wenn man mal den Dreh raus hat ganz einfach!
Toe-up finde ich deshalb so gut, weil ich dann besser sehen klann, wie lang ich den SChaft machen kann.
Und als Beginn ist das mit dem Wickeln auch mit die beste Variante IMHO.

GRuss aponette
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