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Ich habe zwei UFOS

Geschrieben von Wassilissa, 29 Oktober 2011 · 615 Aufrufe

Lesen Kinderpulli
Ganz untypisch für mich, weil ich sonst eines nach dem anderen stricke: Ich habe zwei UFOs. Und da ich für meinen Mann zum Geburtstag eine Mütze einschieben möchte, werden es sogar drei werden...
Meine Tochter hat eine rote Hose, zu der einfach nichts passt.
Klar, weiß passt dazu, aber da hat sie leider nichts außer einem Pulli. Und sonst bloß lila, rosa, grün...
Deshalb, und auch, weil sie sonst auch nur einen schönen Winterpulli hat, beschloß ich, ihr da was zu stricken.
Bei Junghanswolle gibt es diesen Pulli. Er ist aus Merino Extrafein (schön weich), ist schlicht und warm. Den habe ich nun angefangen.

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Ich mache ihn in Natur, das passt zu rot und zu allem anderen auch. Dann mache ich noch ein paar schöne Accessoires in marine-natur dazu, das könnte gut aussehen.

Heute ist bei uns ein bisschen saubermachen angesagt: Die Kinder habe ich rausgeschickt, um Laub aufzufegen und aufzurechen. Aber warum ist bei uns nie ein Gegenstand da, wo er sein sollte? Straßenbesen wurde nach zwanzig-minütiger Suche am Kirschbaum gefunden, Rechen wurde überhaupt keiner gefunden, nur ein kaputter mit abgebrochenem Stiel. Das liegt doch nicht an mir! Aber ich soll dann alles finden. Dazu dann noch mein Mann, der auf der Suche nach dem Autoschlüssel mehrfach durch den frisch geputzen Gang stapft und dann noch entnervt stöhnt, wenn ich mich dazu räuspere.
Gut, der Schlüssel steckte dann im Auto (!). Und Frieden kehrte wieder ein.
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Da Buchtipps gefragt wurden, lasse ich Euch gern an meinen Leseerlebnissen teilnehmen:
Im Oktober habe ich zum Beispiel "Traum im Polarnebel" von Juri Rychteu gelesen.
Das Buch erzählt eine sehr ähnliche Geschichte wie "Der mit dem Wolf tanzt": Ein weißer Mann, der bei einem Naturvolk Aufnahme findet und sich zu einem der ihren entwickelt.
John, ein junger Kanadier, bleibt bei den im äußersten Nordosten Sibiriens lebenden Tschuktschen, nachdem er bei einer Explosion schwer verwundet wird. Obwohl ihm nach Wundbrand von einer Schamanin beide Hände teilamputiert werden, kann er dort ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft werden. Zunächst denkt John viel an eine Rückkehr in die Zivilisation, doch gerade aufgrund seiner Verletzung, jedoch zunehmend aufgrund der ihm imponierenden klaren Werte und schließlich aufgrund der persönlichen Bindung durch seine Frau und Kinder, bleibt er, selbst als er am Ende des Buches abgeholt werden würde. Da der Autor selbst ein Tschuktsche ist, ist das Buch sicherlich besonders beeindruckend und glaubwürdig. Die Lebensweise dieses Volkes wird deutlich. Doch das Buch ist auch spannend, interessant, menschlich


Einen völlig anderen Umgang mit Ureinwohnern zeigte das Buch, das ich gestern fertig las. Eher was von der seichten Sorte, aber dennoch spannend und kurzweilig: "Weites, wildes Land" von Patricia Shaw.
Patricia Shaw erzählt hier eine Australien-Saga: Sibell und Logan sind die einzigen Überlebenden eines Schiffsunglücks vor der australischen Küste. Gemeinsam schlagen sie sich durch, bis sich ihre Wege in Perth trennen. Die junge Sibell schafft es schließlich, auf einer Farm als Buchhalterin zu arbeiten. Logan, ein Glücksritter, wie er im Buche steht, zieht umher. Er heiratet, doch dieses Glück ist nicht von langer Dauer, denn Logan ist einfach zu egozentrisch. Immer wieder kreuzen sich Sibells und Logans Wege schicksalshaft.
Das Buch ist recht spannend, eine breite, epische Saga. Die Aborigines spielen auch eine Rolle. Da wurde ich schon nachdenklich, wie skrupellos in diesen Ländern, egal wo, Ureinwohner einfach grausam verdrängt wurden. Man weiß es ja, aber wenn man es so liest, wird einem aufs neue die unglaubliche und unverschämte Grausamkeit bewusst, egal ob es sich um die Ureinwohner Afrikas, Nord- und Südamerikas, Neuseelands oder eben Australiens handelt.
Ich hatte den zweiten Teil, "Tal der Träume", leider schon vorher gelesen. Den fand ich wesentlich schlechter, doch nun, da ich die Personen dieses Teils kenne, hätte er mir eventuell besser gefallen.

Draußen hängt der Nebel. Ich werde jetzt ein wenig mit dem Töchterchen basteln, dann vielleicht sogar stricken. Mein Horoskop in der Zeitung für heute sagte: "Legen Sie sich aufs Sofa und lassen Sie die Füße baumeln. Der Staubsauger steht gut in seiner Ecke und auch das Bügeleisen vermisst sie nicht. Erst am Montag werden sie wieder tatkräftiger." Na dann! (Ich bin übrigens Krebs- falls es Nachahmerinnen gibt...)




Ach so ... ich bin Waage und habe heute gesaugt, gewischt, Bad geputzt und gebügelt ...

Dann lass mal schön die Füsse baumeln - wenn möglich vom Canapée!

LG,

Birgit
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Hallo Astrid,

ich bin zwar auch Krebs, bin aber heute herum gewuselt als ob es Geld dafür gibt.
Vermutlich bin ich eine andere Krebsdekade :waelz:

LG, Inge
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