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Die verstrickte Dienstagsfrage 30/2010

Geschrieben von das-wollschaf, 27 Juli 2010 · 1.340 Aufrufe

Ich verwende sehr gern handgefärbte Wolle, die immer in Strängen geliefert wird. Erheblich weniger gern verbringe ich meine Zeit damit, diese Stränge mühsam per Hand zu Knäueln zu wickeln. Manchmal verheddert sich der Faden beim Wickeln, manchmal ist der Strang in sich verheddert, es gibt Knoten, die man fluchend aufdröseln muss, man hat keine passende Stuhlrückenlehne oder sonstwas zum Abwickeln des Garns - kurzum, die Zeit, die ich mit dieser höchst ungeliebten Tätigkeit gezwungenermaßen verbringe, würde ich viel, viel lieber ins Stricken investieren! Ich bin nämlich Strickerin, nicht Wicklerin. :))

Wo und wie macht ihr das mit dem Aufwickeln? Warum kriegt man die wunderschöne Wolle von den allseits bekannten Wollfärbekünstlerinnen nicht gewickelt? Gehört das mit zum Mythos
"handgefärbte Wolle" oder gibt es einen sachlichen Grund dafür?

Herzlichen Dank an Karin für die heutige Frage!




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Zweite .....

nachzulesen hier!

liebe Grüße, angi
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Guten Morgen, heute bin ich auch etwas früher dran. Meine Antwort ist in meinem Weblog.

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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guten morgen
meine Antwort dazu hier
lg Anke
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Hallo,

von meiner Mutter kannte ich es noch, dass Garn fast immer in Strängen kam und nicht in Knäueln. Da haben wir Kinder immer das Wickeln übernommen.
Als ich selber zur Strickerin wurde, habe ich erst einen Wollwickler angeschafft. Der war noch mit Holzkonen. Später habe ich mir auf dem Flohmarkt für 5 DM eine Wollehaspel gekauft, die jetzt noch im Einsatz ist. Den Wickler habe ich später durch einen von Brother ersetzt, den ich ebenfalls auf dem Flohmarkt fand.

Ich hätte mich von vornherein nicht mit unbefriedigenden Wickelaufgaben beschäftigt, sondern mir gleich fachgerechtes Gerät angeschafft. Für zumutbare Arbeitsbedingungen, wie geeignete Stuhllehnen, Hilfspersonal oder genau dafür konzipiertes Werkzeug kann man ja selbst sorgen und muss sich nicht mit Gegebenheiten arrangieren.

Verhedderte Wollstränge habe ich bei handgefärbtem Garn so gut wie nie gehabt, weil die nach dem Trocknen immer schön zum Strang gedreht werden.
Was soll denn der Mythos von handgefärbtem Garn sein? Nie davon gehört. An den Strängen sieht man sachlich und einfach, wie das Garn eingefärbt wurde und wie lang die jeweilige Farbe ist. Man sieht sofort, ob man es mitr einem langen Farbrapport zu tun hat oder mit einem kurzen. Dann weiß man, ob das Garn eher ringelt oder Flecken oder Tupfen oder Melangen bildet. Am Knäuel sieht man das nicht. Mythisch ist daran nichts.
Das Wickeln wäre außerdem ein zusätzlicher Arbeitsgang, den sicher die wenigsten Strickerinnen auch bezahlen möchten.
Allerdings bieten etliche Handfärberinnen einen Wickelservice gegen Aufpreis an.

Viele Grüße und schönen Tag!
Reni
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Also ich erinnere, dass meine Mom und ich früher öfter gemeinsam gewickelt haben: eine hält, eine wickelt. Die Stuhllehnenvariante war schon immer eine Notlösung.

Als ich vor drei Jahren mit dem Spinnen anfing, fnad ich in dem Karton, in dem das alte Spinnrad verstaut war, auch gleich eine Haspel aus Holz. Übrigens ein ganz geniales Teil, dass ich sonst so noch nicht gesehen habe. "Spinnfix" steht drauf und sie ist stufenlos verstellbar und nimmt zusammengeschoben kaum Platz weg. Wenn ich ein Garn gesponnen habe, wird es mit der Niddy-Noddy zu einem Strang von 1,8m Umfang gewickelt, dann gebadet, getrocknet und zusammengewunden. Wenn ich es stricken will, leg ich den Strang auf die Haspel, docke meinen Brother-Wollwickler an die Tischkante an und schon wird gewickelt! Das geht ratzfatz und es passiert nur ganz selten, dass sich mal was ernstlich verhakt und ich ein bisschen piddeln muss.

Allerdings hab ich mal einen Stang Wolle selbst gefärbt und wollte einen gaaaaanz langen Rapport haben. Also einen über mehrere Reihen. Ich hab mir daher vom Wohnzimmerstuhl über das Bügelbrett hin zum Hitchhaken über einen anderen Stuhl um die Nähmaschine rum nach draußen auf die Loggia um die Gartenstühle rum und wieder zurück ein Knäuel abgewickelt. Das war sehr lustig und hat sehr lang gedauert. Faul wie ich bin, hab ich den Strang, der aus etwa 20 Runden bestand, nur an 8 Stellen abgebunden, hab dann die Wolle schön bunt gefärbt und ausgewaschen und dann... Eingefügtes Bild ... hab ich drei Stunden damit zugebracht, meterchenweise der in der ganzen Wohnung ausgelegten Wolle hinterherzuwickeln. Überall Verwicklungen und Knoten! Puh! Eingefügtes Bild Das mach ich so schnell nicht wieder. Ich hab die Wolle verwichtelt und weiß leider bis heute noch nicht, wie sie verstrickt aussieht...Eingefügtes Bild

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Lange Frage, kurze Antwort von mir im Hobbyatelier :-)
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„Früher“ habe ich die Wolle mit Armen oder Stuhllehnen zum runden Knäuel gewickelt und mein Mann eignet sich perfekt als lebende Haspel, weil er das als Kind bei seiner Mutter oft gemacht hat ( meinem Sohn schmerzen die Arme dabei, mir auch). Vor anderthalb Jahren habe ich eine alte, tolle Haspel geschenkt bekommen und einen sehr alten Wollwickler ersteigert ( der eigentlich funktioniert, aber gewisse Eigentümlichkeiten hat) und dieses Jahr einen neuen Wollwickler dazu und nun kann alles perfekt gewickelt und gehaspelt werden Eingefügtes Bild .
Grüßchen Uta
http://sockentrudchen.wordpress.com/
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Hallo alle zusammen, hier findet Ihr meine Antwort. Viele liebe GRüße Silke
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Ich habe immer mal wieder Stränge gekauft - ich finde, die schönste Wolle gibt's nun mal vom Strang; wahrscheinlich, weil die Farben und Farbverläufe so am besten zur Geltung kommen -, aber auch nicht so wirklich Lust zum Wickeln gehabt. Außerdem habe ich einen Strang wunderschönes violettes Lacegarn geschenkt bekommen (noch einmal vielen lieben Dank, Ellen!), der immerhin 1400 m Lauflänge hat. Ich habe immer schmerzende Hände beim Wickeln, also musste ein Wollwickler her - und natürlich eine Haspel; denn irgendwie will niemand die Stränge halten. Der Wickler ist zwar handbetrieben, aber Kurbeln ist immer noch besser als mit der Hand wickeln. Und die Haspel finde ich eine einfach geniale Erfindung. Ich kann sie verstellen und zusammenklappen, so dass sie nicht so viel Platz wegnimmt.

Stränge - klar, wie soll man die Wolle sonst färben? Und ich finde, so kommen Farben und die Verläufe super zur Geltung. Oft ist ja so, dass die Knäuel nach dem Wickeln gar nicht mehr so toll aussehen... Ich werde jedenfalls von den Farben und von den Verläufen angezogen wie ein Insekt vom Licht. Meine Strangsammlung wächst jedenfalls von ganz alleine...

Gutes Wickeln und Stricken!

Liebe Grüße
Petra
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Bin etwas verspätet diesmal. Meine Antwort gibts im Blog!

LG Anke
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