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Reinigen der Nadeln der Strickmaschine


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27 Antworten in diesem Thema

#1 Rosetta

Rosetta

    Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 10:44

Hallo,
hab hier eine Singerstrickmaschine stehen, soll diese "reinigen", bin selber aber "Anfängerin".

Jetzt hab ich erst mal die Nadeln alle raus, die waren jedoch sehr "fleckig". Mit den Ersatznadeln etwa 480 ( :pfeif: ). Die hab ich alle mit Stahlwolle abgeschrubt, eingeweicht, und heute morgen sahen sie noch viel schrecklicher aus, vor allem rostig. :oops:

Also hab ich sie jetzt trocken gerieben und mit wenig Öl (Nähmaschinenöl) eingerieben. Jetzt harren sie der Dinge auf dem Kachelofen, damit sie schön trocken werden. Mit dem Zeitaufwand und dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, da hätte ich gleich neu kaufen können, oder?

Für die Zukunft: Wie macht Ihr das denn mit den Nadeln, wenn sie fleckig werden?

Viele Grüße

Rosetta

PS. Und bitte schickt mir jetzt nicht Eure Nadeln zum Reinigen, ich hab die Nase voll, will mich auf diesem Gebiet bestimmt nicht "selbständig" machen. :lol:

Bearbeitet von Rosetta, 24.06.2009 - 10:44.


#2 Karoline

Karoline

    Semi-Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 11:45

Hallo,

mit Stahlwolle hast Du da rumgeschrubbt? Oh nein ... und eingeweicht ... noch schlimmer.

Mit der Stahlwolle hast Du bestimmt Kratzer auf den Nadeln produziert. Dann kann die Wolle nicht mehr so gut darauf gleiten.

Ich lege meine Nadeln in den Kochtopf und mache ins Wasser Essigspülmittel rein. Koche kurz auf und kühle die Nadeln anschließend langsam mit kaltem Wasser ab und auch so gut, dass sich kein Spülmittel mehr an den Nadeln befindet.

Dann trockne ich die Nadeln sofort einzeln ab, DAMIT SIE GAR KEINE ZEIT HABEN ZU ROSTEN.

Dann werden die trockenen Nadeln in eine Plastikbutterbrottüte gepackt und dann halte ich die WD 40 Dose rein und sprühe sie gut ein. Mache schnell den Beutel zu, damit ich den Nebelgestank nicht in der Wohnung habe. Ab und zu wird die Tüte dann gedreht, damit das Zeug auch in jede Ritze von diesem Kläppchen geht.

Nach einer Weile reibe ich die einzelnen Nadeln mit einem kleinen Stofflappen ab. Aber nur so, dass noch WD 40 dran bleibt.

Fertig!

Bearbeitet von Karoline, 24.06.2009 - 11:46.


#3 frieda

frieda

    Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 12:07

Ich lege meine Nadeln in den Kochtopf und mache ins Wasser Essigspülmittel rein. Koche kurz auf und kühle die Nadeln anschließend langsam mit kaltem Wasser ab und auch so gut, dass sich kein Spülmittel mehr an den Nadeln befindet.


Würde ich auch nicht machen. Wasser und Säure sind auch nicht so der Kracher fürs Metall ...

Ich fülle die Nadeln portionsweise in ein Glas mit Schraubdeckel (Rotkohl oder Spargel oder was auch immer man an größeren Glaskonserven da hatte ...) und dazu gebe ich dann Terpentinersatz mit ein wenig Nähmaschinenöl, und dann wird das ganze ordentlich geschüttelt. Zum Trocknen breite ich die Nadeln dann auf Küchenpapier aus und wische sie vor dem Einsetzen noch mal kurz ab, damit die Sperrschiene keinen Schaden nimmt, geschmiert dürfen die Nadeln nur an der Lasche sein. Das reicht an Reinigung. Wenn die Nadeln zu gräuslich aussehen (deutliche Rostflecke und rauhe Oberfläche), dann werden sie aussortiert. Wenn der Chrom abplatzt, dann ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Grüßlis,

frieda

Bearbeitet von frieda, 24.06.2009 - 12:08.


#4 mietzec

mietzec

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Geschrieben 24.06.2009 - 13:42

Hallo,
ich mach es ähnlich wie Frieda. In ein Schraubglas mit Spiritus und WD 40 ( oder ähnliches) gut shaken,
so als ob man einen leckeren Drink mixt.
Dann auf ein Tuch und mit einem anderen polieren.
Falls Nadeln rostig und rauh sind werden die mit feiner Stahlwolle und Öl bearbeitet, das gibt keine Riefen.
Der Rost ist weg und die Verfärbung stört nicht.
Liebe Grüße
mietzec ;) ;)

#5 Rosetta

Rosetta

    Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 14:30

Hallo Ihr drei Lieben,

herzlichen Dank für die schnellen Antworten.

Zur Stahlwolle: Damit wurden sie wunderbar glatt und glänzend; überhaupt nicht rauh.

....Aber ich denke, den Wurm hab ich mit dem Waschen und Trocknen reingebracht.


Mieztec, bei Dir würde mich noch interessieren, ob Du die Stahlwolle- und Ölbehandlung vor der Spiritusbehandlung machst oder danach.

Also ich sehe schon, ich muss nochmal sortieren und wieder von vorne anfangen. :duckrenn:

...und diesen WD40 besorg ich mir auch noch.

Viele Grüße

Rosetta

#6 frieda

frieda

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Geschrieben 24.06.2009 - 15:31

...und diesen WD40 besorg ich mir auch noch.


Das ist auch super. Aber sieh zu, daß Du damit von der Nadelsperrschiene fern bleibst! Das Zeug löst sie auf!

Grüßlis,

frieda

#7 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 15:56

Hallo Ihr alle,

Dumme Frage, was ist denn WD40?

Ich bin ja auch noch Anfängerin und hab die die Nadeln einzeln mit Balistol abgerieben, aber sie waren auch nicht rostig, sondern nur sehr wenig fusslig und ich war mir nicht ganz im Klaren, ob sie das überhaupt nötig haben. Es war also nur ein Versuch.

Viele Grüße, Humelbrummel

#8 mietzec

mietzec

    Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 16:01

Hallo,

das Bearbeiten mit Stahlwolle und Öl kommt nach dem Spiritus.
Beim Polieren lege ich mir diese Nadeln zur Seite und behandle sie dann.
Mach ich beides gern auf dem Balkon, ich kann den Spiritusgeruch nicht ab,
bekomme Kopfschmerzen davon.
Liebe Grüße
mietzec ;) ;)

#9 Karoline

Karoline

    Semi-Profi

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Geschrieben 24.06.2009 - 16:05

Ja Frieda, eigentlich hast Du Recht. Aber ich mache das ganz schnell, damit ja nichts rostet. Und die Nadeln blitzen hinterher nur so. Und eigentlich reicht mir auch der Gestank von dem WD 40. Es muss nicht auch noch mehr Chemie sein.So habe ich es auch nur beim 1. Mal gemacht. Ich ekel mich so ... Meine Strimas habe ich sogar desinfiziert. Nur beim Zählmaß ist das nicht zu empfehlen. Dann verschwinden die Zahlen. :oops: Woher ich das wohl weiß. :D Aber so etwas passiert einem kein 2. Mal. :thbrsh: ich weiß ich bin bescheuert. Ich könnte keinen Probelappen ohne Übelkeit stricken wenn ich das nicht so machen würde. Roststellen hatten bei mir bisher nur ein paar Ersatznadeln die bei meinen Strimas dabei waren. Die habe ich dann sofort entsorgt.

------------


Hallo Ihr alle,Dumme Frage, was ist denn WD40? ...Viele Grüße, Humelbrummel


Guckst Du hier: http://www.wd40.de/m...lio_wd40_de.php

Bearbeitet von Karoline, 24.06.2009 - 16:06.


#10 Annie

Annie

    Specialist

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Geschrieben 25.06.2009 - 14:42

Hey,

statt WD 40 kann man auch Caramba nehmen. Balistol ist zum Ölen prima, zum richtigen Reinigen eher nicht.
Wenn alles aussieht wie *hüstel* und klebt und pappt von altem Öl etc. geht am Besten Isopropanol und anschliessend wieder guuuuuuuut ölen.
Sie auch da.

Niemals mit scheuernden oder kratzenden Mitteln an die Nadeln oder Maschine. Wenn der Chrom weg ist, dann ist das Ding teilweise nur noch Schrott.

Bestrickende Grüße
Annie

#11 mietzec

mietzec

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Geschrieben 25.06.2009 - 15:33

Hallo,

ja bei verchromten Nadeln hat Annie völlig Recht, die sind dann hin, wenn der abblättert.
Ich meinte bei meinem Vorgehen mit der Stahlwolle die alten Metallnadeln von Knittax und Co.

Liebe Grüße
mietzec ;) ;)

#12 Rosetta

Rosetta

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Geschrieben 25.06.2009 - 17:40

Hallo Ihr Helferinnen,

auf ein Neues: Hab ich die Nadeln "gewaschen" -mit der Spiritus-Mischung-, und nach/trockengerubbelt; ja jetzt sehen sie wieder aus wie Strickmaschinennadeln!!!
Jetzt graut es mir auch nicht mehr -da geht es mir wie Dir, Karoline-.
Bei verchromten Nadeln hätte ich mich das auch nicht getraut, aber das hier sind keine verchromten, das sind Metall- oder Eisennadeln, eindeutig, da leicht gräulich.

Puuuh! Nächstes Mal frag ich vorher! Aber man lernt ja nicht von Fall zu Fall, sondern von Unfall zu Unfall!

So jetzt kommt der Rest der Maschine mit Reinigen noch dran; gestaunt hab ich schon, als ich feststellte, dass die Singerstrickmaschine gar keine Sperrschiene hat.


Herzlichen Dank und herzliche Grüße

Rosetta

#13 susisorglos

susisorglos

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Geschrieben 29.10.2009 - 19:33

Ich mußte grad lachen als ich den Beitrag gelesen habe! Ach hätte ich den doch früher gefunden! :D Leute: Ich habe meine Nadeln gleich über Nacht in Wasser eingeweicht! Die Strafe folgte auf dem Fuß! 50% hatten Rostflecken. Ich habe stundenlang zur Strafe Nadel für Nadel mit WD40 poliert und den Rost weggeputzt. NIE WIEDER!!!!!! Vorher kaufe ich alle neu!

Susanne

Bearbeitet von susisorglos, 29.10.2009 - 19:34.


#14 Rosetta

Rosetta

    Profi

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Geschrieben 29.10.2009 - 19:45

Ich mußte grad lachen als ich den Beitrag gelesen habe! Ach hätte ich den doch früher gefunden! :D Leute: Ich habe meine Nadeln gleich über Nacht in Wasser eingeweicht! Die Strafe folgte auf dem Fuß! 50% hatten Rostflecken. Ich habe stundenlang zur Strafe Nadel für Nadel mit WD40 poliert und den Rost weggeputzt. NIE WIEDER!!!!!! Vorher kaufe ich alle neu!

Susanne


Hallo Susanne,

ja, so einen Schmarr`n macht man, gell? Woher ich das wohl weiß? :pfeif:
Aber weißt Du was: Das wird mir so schnell auch nicht wieder passieren. :jaja:
Daraufhin hab ich sie immer gleich in die Sonne gelegt und dort polliert; sehr gemütliche Arbeit für die Terrasse im Sommer.

Viele Grüße

Rosetta

#15 luobo

luobo

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 03.11.2009 - 12:31

Hallo beisammen,

als neuer Besitzer einer Uralt-Strickmaschine habe ich gerade die vielen Artikel über das Reinigen angesehen. Als Techniker kann ich dazu einiges sagen:

Das Entfernen von altem Öl kann sinnvoll sein, da dieses mit der Zeit verharzt, also zäh wird, und die feinen Zungen der Stricknadeln nicht mehr leicht gehen. Wassser und Spülmittel kann genommen werden, ist aber nicht wirklich zu empfehlen. Beispielsweise im Backofen getrocknet, passiert den Nadeln aber nichts.
isopropanol, oder Brennspiritus löst ebenfalls die Ölreste, die Trocknung danach ist aber weniger problematisch.
In beiden Fällen muß aber das entfernte Öl wieder ersetzt werden. (Das Öl macht die Mechanik leichtgängig, und verhindert den Verschleiß)
Besser ist mit einer öligen Substanz das alte Öl aufzuschwemmen, und wegzuwaschen. Ich habe die Nadeln an meiner Mschine mit Ballistol behandelt. Terpentin-Ersatz oder Dieselöl geht für die geruchs-unempfinliche Leute auch. man muß wissen, daß die menge an Öl, die ersetzt werden muß äußerst gering ist. Ein Tropfen Öl pro Nadel ist die reinste Überschwemmung.

Die Nadeln in ein Glas zu geben, und dieses zu schütteln halte ich auch für keine gute Idee: Beim Schütteln schlagen die Nadeln aneinander, und die emfindlichen Zungen können dabei Schaden nehmen. Will man unbedingt so intensiv reinigen, so ist ein ständiges Schwenken des Glases, ohne daß sich die Nadeln darin nennenswert bewegen, eine gangbare Lösung.

Meine Maschine ist lange rumgestanden, bis ich sie ersteigert habe. Ich muß dazu sagen, daß die Zungen durchaus beweglich waren, trotz langer lagerung. Mit Ballistol absprühen, danach mit einem lappen vorsichtig abwischen, denke ich, ist vollkommen ausreichend als Pflege.

An Besten danach mit möglichst dicker Wolle, und engen Maschen einen Probefleck stricken, um das überschüssige Öl aus den Nadeln herauszuputzen. Sind die Nadeln verrostet, wie bei einer oben beschriebenen Prozedur, dient dieses Stricken sicher auch zum Polieren der Nadeln. In zweifelsfall diese Wolle nochmals auftrennen und verstricken, für weiteres Polieren.

Viele Grüße

Wolfgang

#16 Reni

Reni

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Geschrieben 03.11.2009 - 13:05

Hallo, Wolfgang,

das sind tolle Empfehlungen, vielen Dank.

Beste Grüße
Reni

#17 Jaromi2005

Jaromi2005

    Semi-Profi

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Geschrieben 16.11.2009 - 13:20

Hallo,

Nadeln reinigen, gut und schön!!

Aber eigentlich sollte auch gleich die Nadelspirale mit erneuert werden, denn dort lagert erst recht der Schmutz und dieser bremst die Nadeln beim Stricken enorm!!

Nadelspirale???
Ja, die liegt unter der Schiene welche die Nadeln hällt.

Diese Schiene wird von unten abgeschraubt und die Spirale oben heraus genommen. Ihr werdet staunen, wie verdreckst diese sein kann!!

Viel Arbeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Das Strickergebnis wird anschließend wieder super.

Gruß Jaromi2005
mit 30 Jahren SINGER Strick- Erfahrung

#18 Fee bibi

Fee bibi

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Geschrieben 16.11.2009 - 23:32

Hallo ,

Ich habe bei einem Linker das gleiche getan,eine Katastrophe.
Dann habe ich Metallpolitur und Polierwatte genommen aus dem Autobedarf.
Lange mit viel Liebe geputzt und poliert, zuerst wird es schwarz , danach immer heller

Danach glattpolieren mit Watte ,danach ersteinmal nicht weiß stricken .

Es geht auch mit einem Feinmechanik Poliergerät proxxi..oder Dremel..,findet sich gern bei den Männern in der Werkstatt?damit geht es etwas schneller.

Damit restauriere ich auch wirklich alte Nähmaschinen.

:knit:

#19 Hummelbrummel

Hummelbrummel

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Geschrieben 28.11.2009 - 11:00

Hallo Zusammen,

gestern hatten wir Besuch, unter anderem einen "Hobby-Feinmechaniker", der interessiert meine "Gilgen" begutachtete.
Ich zeigte ihm das Prinzip und zog auch den Schlitten heraus, um ihn von unten zu erklären. Der hat es echt mal wieder nötig!

Mein Besuch erklärte mir, dass er bei vielen Hubschrauberbasteleien in langen Jahren aus Versuch, Irrtum und intensiver Beschäftigung mit der Materie gelernt hätte, dass (viel) Öl eher schade als nütze, wenn sich Metallteile leichtgängig miteinander oder aneinander bewegen sollen.

Wenn ich Öl, auch Ballistol (das ich bisher verwendet habe) oder WD 40 - das er früher benutzte - verwende, um bereits geschmierte/geölte Teile zu "reinigen" und "nachzuölen" sei das eher kontraproduktiv und würde zu stärkerer Verschmutzung und Bremseffekten führen, weil sich Staub und Fusseln dann da um so besser dransetzten und die bremsen mehr, als das Öl schmiert.

Stattdessen empfahl er mir sehr, Nadel, Nadelbett und Schlitten (ist bei mir alles aus Metall) mit Benzin/ Waschbenzin/ Terpentinersatz/ Isopropanol o.Ä. zu reinigen, jedoch mit nichts Öligem.
Am besten sei Einlegen (Flüssigkeit in eine Schüssel geben, Schlitten/ Nadeln reinlegen) oder Ausschwemmen (vielleicht könnte ich das beim Nadelbett mit Hilfe einer Spritze aus der Apotheke).
Anschließend sollte ich ausprobieren, wie gängig alles ist. Öl sei bei glatten, intakten Oberflächen eigentlich gar nicht nötig. Aber da davon auszugehen ist, dass die Teile alle schon minimale (nicht mit bloßem Auge erkennbare) Schrammen haben, dient dann das Öl dazu, diese sozusagen auszugleichen und den Teilen bei der Reibung darüber hinweg zu helfen.
Daher solle ich extrem sparsam, möglichst nur mit dem Lappen und da, wo es sichtbar/ spürbar nötig ist, mit gutem Öl nachölen, keinesfalls mit Nähmaschinenöl und Tropfen, Schütten oder Sprühen.

Leider hab ich momentan absolut keine Zeit, diese Wellnesskur an meinen Maschinchen auszuprobieren und einen Erfahrungsbericht abzuliefern.

Was mir dazu noch eingefallen ist, ist, dass ich mal an einer total vermurksten Nadelsperrschiene einer alten Simac (Was die da in Indien wohl für Kleber verwendet haben?) fast verzweifelt wäre. Am Schluss goss ich - dem Rat meines Bruders folgend - Spiritus in die Rinne und siehe da: der Schlonz löste sich!

Spiritus könnte sich auch zum Entfernen des Öls eignen, aber da wollte mein Besuch sich nicht festlegen, das hatte er noch nicht probiert, im Gegensatz zu Benzin. Jedenfalls sollte es etwas sein, was nicht ölig und deutlich flüssiger als Wasser ist und Fett löst, also vorzugsweise flüchtige Flüssigkeiten, keinesfalls Wasser. Und wenn Wasser (ich habe auch eine Maschine mit Plastikbett), dann auf jeden Fall destilliertes, um Kalkablagerungen zu vermeiden.

Viele Grüße, von einer Hummelbrummel, die jetzt viel mehr Lust hätte, mit ihren Strickmaschinen zu spielen, als schon wieder ein Wochenende durcharbeiten zu müssen......

#20 Annie

Annie

    Specialist

  • Root Admin
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Geschrieben 28.11.2009 - 11:16

Hey,

da scheinen die Meinungen ja mal wieder total auseinander zu laufen.
Ein Strickmaschinenmechaniker hat mir gutes Ölen dringendst empfohlen. Natürlich auf saubere, entfusselte Schlitten. Dass man nicht auf die Fusseln draufschmiert ist ja logisch.

Dass sich mehr Fusseln absetzen kann ich nicht bestätigen. Meine Maschinen laufen wesentlich leichter, wenn geölt ist, als ohne. Da bremst nix.

Nadelbett ausschwemmen? Ich kenne die Gilgen nicht, aber bei meinen Brothers würde ich das auf gar keinen Fall machen! Ich halte das für äußerst riskant!

Bestrickende Grüße
Annie, die sich schon lange Jahre mit genau dieser Materie auseinandersetzt ;)




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