Zum Inhalt wechseln


Foto

Reinigen der Nadeln der Strickmaschine


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
27 Antworten in diesem Thema

#21 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 Beiträge

Geschrieben 28.11.2009 - 17:06

Hallo Annie,

Hm, also bei meiner Gilgen kann ich mir das Ausschwemmen der Nadelbetten schon vorstellen. Bei der Empisal 260 jedoch auch nicht so direkt. Die ist vermutlich deiner Brother ähnlicher.
Bei der Gilgen hat jede Nadel ein eigenes Bett, ein Art nach oben offenen Tunnel, in dem sie läuft. Die Nadeln stehen im 45 Grad- Winkel nach oben und die Nadelfüße liegen ganz unten im Bett.
Als ich die Maschine neu hatte, ließen sich alle Nadeln gut im Bett hin und her bewegen. Zur Zeit sind die meisten schon ziemlich schwergängig, wenn man sie von Hand bewegt, obwohl ich sie alle am Anfang mit Ballistol behandelt hatte, allerdings nicht alle ausgebaut, denn insgesamt machte die Maschine einen sehr sauberen Eindruck und es sind immerhin 400 Nadeln. Da baute ich nur die mittleren, für Socken beanspruchten Nadeln aus.

Die Empi 260 ging einmal sehr schwergängig. Da wirkte Ballistol - in den Schlitten gesprüht - wahre Wunder.
Auch bei meinem neuen Tier - einer uralten Passap-Automatik - sorgte erst eine Portion Öl dafür, dass der Schlitten sauber glitt. Allerdings stand bei dieser Maschine in der Bedienungsanleitung drin, man solle sie keinesfalls ölen. Das würde mehr schaden. Ich tat es dann auch erst als letzte Möglichkeit, nachdem der Schlitten immerzu klemmte.

Aber der Gilgen-Schlitten ist echt von unten extrem voller Fusseln, und dass die am Öl pappen, ist auch offensichtlich. An Mechanik ist da auch ziemlich wenig drin, viel weniger Rädchen etc. als bei der Empi.
Da leuchtet mir die Empfehlung meines Besuches durchaus ein.

Und bei meiner ganz alten Empisal heißt es in der Anleitung, man soll nur mit einem geölten Lappen dann und wann über die Kante fahren, die die Füßchen bewegt. Das haut bei der auch sehr gut hin und der Schlitten dreckt unten auch nicht ein.

Die Benzin-Kur ist sicher auch nicht für jahrelang gepflegte, gute Maschinen als Wiederholungskur zu empfehlen, aber das Zeug löst angeblich perfekt alte, verharzte Rückstände der vergangenen Jahrzehnte. (Und die ich hatte ich seinerzeit in meinem Schlitten nur mit trocknem Lappen entfernt, so gut ich hinkam, und dann mit Ballistol nachgeölt. Benzin soll auch den Rest in den Ritzen entfernen).

Also, wenn ich mal Zeit habe, werde ich die Gilgen mal mit Benzin oder Spiritus vergiften. Dann berichte ich!

Viele Grüße, Hummelbrummel

#22 sanna

sanna

    Semi-Profi

  • Mitglieder
  • 33 Beiträge

Geschrieben 29.11.2009 - 10:33

Ich habe vor Jahren mal eine Singer (die mit dem Alubett) bei ibä ersteigert, die nur so vor Siff getroffen hat und da hat sich keine Nadel mehr bewegt ... die war so verschmoddert, dass noch nicht mal die Nadelsperrschiene raus ging :-(
Mein Nachbar, der seinerzeit als "Maschinen-Instandhalter" in einer der saarländischen Kohlegruben arbeitete, hat mir einen Sprüh-Kaltreiniger empfohlen - und da bei der Maschine eh nix mehr zu verlieren war, habe ich das auch getestet - das Zeugs war nur teuer (ich glaube mich zu erinnern, dass wir es bei einem Autozubehör bekommen haben) und die absolute Wunderwaffe!
Ich habe die Betten eingesprüht und eine gute Stunde einwirken lassen - danach bekam ich die Nadelsperrschienen und Nadeln wunderbar raus, der ganze Schmodder hatte sich gelöst und ich habe die Maschine nach erneutem Einsprühen und einwirken lassen "auf den Kopf" gelegt, sodass alles raus triefen konnte - die Nadeln brauchte ich nur noch abzuwischen und spiegelten wie neu!
Die Rückstände in den Nadelschienen musste ich mühselig mit einer Zahnbürste raus bürsten - aber die waren danach super sauber - dann habe ich alles wieder eingesetzt und mit Ballistol besprüht - und die Maschine war die mit Abstand beste, die hier für die Sockenproduktiom eingesetzt wurde!

LG, SannA -
das bei der jetzigen Singer - mit Kunststoffbett - aber nicht gewagt hätte

#23 Eva509

Eva509

    Semi-Profi

  • Mitglieder
  • 50 Beiträge

Geschrieben 29.11.2009 - 13:34

Ich habe das bei meiner Singer 2310 wie Sanna gemacht, jedoch mit Petroleum und WD 40. Maschine und Schlitten tropften nur so vom Öl. Danach natürlich alles trockengeputzt. Schnurrte dann wie ein Porsche Turbo. Klar, mit einer Brother oder Empi würde ich das natürlich nicht machen.
Liebe Grüße Eva

#24 Sueppchen

Sueppchen

    Gerade reingestolpert

  • Mitglieder
  • 6 Beiträge

Geschrieben 10.12.2009 - 11:44

Tja jetzt bin ich mal gespannt was ihr dazu sagt. Ich bin auch neu Besitzerin einer Passap von Pfaff. Da ich diese Maschine auch bei dem uns bekannten Auktionshaus ersteigert habe musste ich jetzt mich auch erstmal übers reinigen machen. Also Stösser raus und Nadeln auch. Und ich, bzw. wir, haben jedes Teil einzeln mit Waschbenzin sauber gemacht. Das hab ich aus der Apotheke. Meint ihr das war verkehrt? Weil hier alle von WD 40 und noch anderem Zeug reden!

#25 Annie

Annie

    Specialist

  • Root Admin
  • 2.752 Beiträge

Geschrieben 10.12.2009 - 12:09

Hey,

wenn das Zeug richtig fett, dreckig und speckig ist hat sich bei mir Isopropanol und anschließend WD 40 bewährt.
Hier nachzulesen.

Bestrickende Grüße
Annie

#26 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 Beiträge

Geschrieben 10.12.2009 - 16:54

Und ich, bzw. wir, haben jedes Teil einzeln mit Waschbenzin sauber gemacht. Das hab ich aus der Apotheke. Meint ihr das war verkehrt? Weil hier alle von WD 40 und noch anderem Zeug reden!


Hallo Süppchen,

nach den Empfehlungen meines bekannten müsste das optimal zum Reinigen sein. Und anschließend sehr sparsam mit Öl umgehen, wo Metall auf Metall reibt. (Z.B. Nadelfüße/ Schlittenkante)
Was hast Du denn für ein Gefühl? Ging die Reinigung gut?
Ist das die alte Passap M201 mit dem roten Maschengitter, die neulich drin war? Mit der hatte ich nämlich geliebäugelt, aber mein Stall ist definitiv überfüllt und da warten noch zwei alte Monster auf gründliche Reinigung, insbesondere darauf, dass ich mal Zeit für sie finde....
Und ich habe schon eine ähnliche Maschine (Passap automatic von vor 1959), die ich ganz toll finde.

Viele Grüße, Hummelbrummel

#27 Sueppchen

Sueppchen

    Gerade reingestolpert

  • Mitglieder
  • 6 Beiträge

Geschrieben 10.12.2009 - 18:01

Hallo Hummelbrummel! Die Reinigung hat wirklich super funktioniert. Ich habe jede Nadel und jeden Stösser einzeln sauber gemacht, das war wirklich notwendig. Meine Stricki ist die Pfaff Duomatic 80 Passap, oder wie immer man das hintereinander schreibt :D , die hab ich erst bei ebay ersteigert für grad mal 150 Euro. Denke mal das das ein Preis ist der ok ist. Ich hätte mal noch eine Frage an Euch lieben. Die Nadeln und die Stösser sind doch in so einer Art Metallrille, entschuldigt ich kenne die Fachausdrücke noch nicht dafür, wie kann ich die Rillen den ordentlich sauber machen, denn auch hier klebt es ungemein und es ist alles schwarz und brammelig? Mmmh. Ausbauen kann ich die nicht, wüßte nicht wie. Mmmmh überleg überleg, vielleicht verratet ihr mir einen Trick. Danke Danke
LG Ina

#28 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 Beiträge

Geschrieben 10.12.2009 - 19:28

Hallo Ina,

ne, dann ist es nicht die Maschine, die ich anvisiert habe, sondern eine wesentlich komfortablere und modernere, die mir persönlich nicht bekannt ist. (Ich habe doch vor allem die vorzeitlichen Exemplare...)

Also, bei meinem Gilgen-Doppelbett sind die Nadeln auch in Rillen, die nach oben offen sind, denn oben kommt ja die Nadel beim Stricken raus.
Das ganze Bett ist aus Metall. Mein Feinmechanik-Freund hat mir empfohlen, die Rillen mit Benzin (oder Waschbenzin oder Isoropanol) AUSZUSCHWEMMEN.
Ich habe es mangels Zeit noch nicht gemacht, könnte mir aber vorstellen, dass es geht, wenn man die beiden Betten trennt und flach legt (irgendwas Sauereiresistentes drunter). Dann würde ich das Waschbenzin mit einer Spritze aus der Apotheke in die Rillen geben und ein wenig einwirken lassen. Ich würde mir auch eine alte Zahnbürste zurechtlegen und versuchen, ob sie mir hilft.
Später würde ich das Bett so drehen, dass die Rillen nach unten offen sind und das Zeug unten rausläuft. Und dann mit Zahnbürste und / oder Lappen etwas nachhelfen. Falls nötig, würde ich vielleicht einen Zahnstocher in den Lappen stecken, um in die Ritzen zu kommen. Mein Spezi meinte allerdings, das Benzin würde beim Rauslaufen den ganzen Dreck mitnehmen und der Rest vom Benzin sich verflüchtigen.

Mein Rat beruht jedoch nicht auf Erfahrung, sondern das ist so, wie ich das mal machen will, wenn ich die Zeit finde. Ob es funktioniert, müsste ich dann sehen. Sehr vorsichtig wäre ich, wenn Kunststoffteile beteiligt sind. Nicht, dass die sich im Kontakt mit dem Benzin auflösen. "Stößer" kenne ich nicht.

Viele Grüße, Hummelbrummel

Bearbeitet von Hummelbrummel, 10.12.2009 - 19:31.





Impressum  |  Datenschutzerklärung