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Gilgen 2000 Strickmaschine treibt mich in den Wahnsinn

Strickmaschine Gilgen

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7 Antworten in diesem Thema

#1 Bina_01

Bina_01

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 21.03.2016 - 21:17

Hallo,

 

ich bin sicher, dass diese Frage in der ein oder anderen Form schon gestellt wurde aber kann mir jemand helfen?

Ich bin absoluter Neuling ;) und habe seit ein paar Tagen eine Otto Gilgen StrickMaschine - und sie treibt mich in den Wahnsinn!!! Ich habe zwar eine Bedienungsanleitung - die bringt mir aber nicht viel...

 

Für den Anfang dachte ich, ich versuche es mit etwas einfachem: Einfach glatt rechts stricken auf dem Hauptbett...

Ich kann die Maschen auffädeln,dann lege ich den Kamm ein, aber wenn ich mit dem Schlitten drüber gehe, dann hakt es... - wenn ich den Schlitten dann doch dazu bringen kann die erste Reihe zu stricken, dann hakt es bei der zweiten Reihe oder mir fallen die Maschen runter! :-(

Kann mir jemand helfen - sonst muss ich die Maschine leider aus dem Kellerfenster werfen! - Und das wäre schade - ich glaube nämlich, dass das Maschinchen gar nicht so übel wäre...

Vielen Dank schon mal im Voraus!!


Bearbeitet von Bina_01, 22.03.2016 - 19:21.


#2 mietzec

mietzec

    Profi

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Geschrieben 22.03.2016 - 21:16

Hallo bina,

 

mit welchem Anschlag arbeitest Du? Ist dein Schlitten ohne Wolle leichtgängig und funktionieren die Einstellungen daran?

 

Viele Grüße

mietzec :-)



#3 waltraudnymphensittich

waltraudnymphensittich

    Semi-Profi

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Geschrieben 23.03.2016 - 07:48

Hat die Maschine eine Nadelsperrschiene?

Dann schau mal nach wie die ausschaut.

Meist ist eine platte Schiene die Ursache für diese Probleme

Schau in den verschiedenen Foren unter dem Strichwort: Nadelsperrschiene nach

Gruß

Waltraud



#4 Bina_01

Bina_01

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 23.03.2016 - 19:24

Hallo,

 

ja, ohne Wolle ist der Schlitten superleicht zu verschieben, auch die Einstellknöpfe funktionieren super - eine Nadelsperre scheint an den Seiten zu sein  - zumindest halte ich es für Nadelsperren - aber diese müssen nicht gepolster werden - sind reine Plastik-Teilchen...

 

Ich habe es mittlerweile geschafft, ein paar Reihen zu stricken - dann geht es auf einmal schwerer und schwerer - aber ich komm noch auf das Geheimnis  :blinzel: ...

 

Aber evtl. kennt sich jemand mit dieser Maschine aus und kann mir verraten, wie ich denn glatt rechts stricken kann?

 

Vielen Dank schon einmal :-D



#5 mietzec

mietzec

    Profi

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Geschrieben 23.03.2016 - 20:05

Hallo,

lies mal in diesem Beitrag, vielleicht liegt es an Gewichten

Viele Grüße

mietzec ;)

 

http://www.strickfor...pic.php?t=27003

 

oder

 

http://board.strickn...ch=1#entry23290


Bearbeitet von mietzec, 23.03.2016 - 20:10.


#6 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

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  • 194 Beiträge

Geschrieben 24.03.2016 - 11:07

Hallo Bine, 

ich bin so selten hier, deshalb habe ich Deine Frage nicht gesehen, antworte Dir aber hier gerne auf Deine PN-Anfrage. 

 

• "Nur" glatt rechts stricken auf einem der beiden Betten der Gilgen ist ein Projekt, das auch mich zur Verzweiflung getrieben hat, deshalb mache ich das auf

dieser Maschine nicht. (Habe zum glatt rechts stricken aber sehr schöne alte simple Einbett-Maschinen, so dass für mich persönlich da auch nicht die Notwendigkeit besteht.)  (aber "glatt in Runden" geht auf der Gilgen super! - Ich stricke auf dieser Maschine eigentlich ziemlich nur Socken.) 

 

• Grundsätzlich: Wenn Du nur auf den HNB (hinten) stricken willst und das VNB (Vordere Nadelbett) abmontiert ist, dann arbeitest Du ja mit nur dem hinteren Schlitten und musst an diesen diese Metallschiene ("Abstreifer? ich weiß jetzt nicht, wie das heißt) anschrauben.

Ich muss ehrlich sagen, es ist mir nie geglückt, nur am HNB (mit abgeschraubtem VNB) einen Maschenanschlag hinzubekommen. Sicher geht es irgendwie, das Abarbeiten meiner Anleitung (ich glaube, es sind verschiedene Anleitungen im Umlauf) hat mir genau bei diesem Versuch gleich mal zu Anfang ein paar Nadeln geschrottet.   (Es geht aber mit "Trick" bzw. über Umweg mit einem Anschlag auf beiden Betten siehe unten.) 

 

• Ebenso grundsätzlich: Wenn Du am Rand die Befestigungsschrauben löst und die beiden Betten etwas auseinander schiebst, also so weit, dass das vordere Bett noch sitzt und nicht runterfällt und der hintere Schlitten noch nicht am VNB entlangschrappt - (Schrauben wieder festziehen), kannst Du problemlos auf dem HNB nur mit dem hinteren Schlitten glatt rechts stricken, ohne den Abstreifer anzuschrauben. (Den vorderen Schlitten abkoppeln und stehen lassen - Das mache ich z.B. bei der Sockenferse.) 

 

• Wenn Du mal was ganz Einfaches zum Üben auf der Gilgen stricken willst, ist z.B. ein Schal in 1r1l ein gutes Projekt, oder ein Schal in Patentmuster, das geht beides super easy. 

 

• So, jetzt nochmal glatt rechts und Anschlag: Du müsstest einen Anschlag auf beiden Betten machen. Also auf dem HNB jede zweite Nadel nach vorne schieben, auf dem VNB auch jede zweite, aber "auf Lücke" zum HNB. (Also dann sind immer abwechseln je eine Nadel vorne und eine Nadel hinten in Arbeit.)

Dann beide Schlitten auf N und MW 0. 

Faden einfädeln, eine Reihe stricken -> Zickzacklinie

Draht aus dem Kamm ziehen, von unten den Kamm zwischen den Betten nach oben schieben, zwischen dem Zickzack durch, dann oberhalb des Fadens den Draht wieder in den Kamm schieben, von unten ein Tonnengewicht auf den Kamm schieben.

Für den weiteren Verlauf des Strickens ist es wichtig, auch die Seitengewichte zu benutzen (seitlich einhängen und alle 10-20 Reihen nach oben umhängen) 

Für einen vernünftigen Bündchenanschlag müsstest Du jetzt z.B. 2 Runden rund stricken (beide Schlitten auf R und eine passende Maschenweite einstellen und 4 mal hin und herfahren) und dann wieder beide Schlitten auf N, um im 1r/1l-Muster weiter zu stricken. 

 

Wenn das jetzt ein Pullibündchen wäre, könntest Du nach den Bündchenreihen alle Maschen vom VNB auf die leeren Nadeln am HNB umhängen und dann nur mit dem hinteren Schlitten weiter stricken, dann hast Du glatt rechts am HNB. 

 

Wenn Du glatt rechts ohne Bündchen willst, könntest Du ebenso verfahren, aber mit einem "Abfallgarn/Kontrastgarn". Wenn dann die Maschen am HNB hängen, strickst Du eine Reihe mit einem Nylonfaden und danach strickst Du mit dem richtigen Garn weiter.

Wenn Du mit dem Stricken fertig bist, ziehst Du den Nylonfaden raus -> und hast dann eine Reihe offene Maschen, die Du z.B. von Hand abketten kannst.  

 

Es geht sicher auch irgendwie, einen geschlossenen Anschlag nach der Nylonreihe zu machen (aufhäkeln, Wickeln oder sonstwie), aber da ich das auf der Doppelbettmaschine nie mache, habe ich das jetzt nicht parat, wie es geht. 

 

• Grundsätzlich zum Arbeiten mit Kontrastgarn und Nylonfaden:

Ich finde nach wie vor alle Anschläge auf der Strickmaschine immer irgendwie heikel, so dass ich eigentlich fast alle Maschinenstrickereien mit Kontrastgarn und Nylonfaden - also sozusagen mit einer Anlaufstrecke - beginne, nicht nur auf der Gilgen. 

Das ist ein ungewohntes Vorgehen, wenn man vom Handstricken kommt, aber so ein paar Reihen sind auf der Maschine schnell gestrickt und Fehler ausgeglichen und ich finde, das ist wesentlich weniger Getüftel und Gepfriemel als zu versuchen, das Gestrick ab der Anschlagsreihe mit dem Kamm usw.  perfekt zu haben. 

 

Ich hoffe, das war ein bisschen hilfreich. 

 

LG Hummelbrummel

 

PS: Die berüchtigte Nadelsperrschiene hat diese Maschine nicht. 

Wenn Du die Nadeln in eine Position schiebst (Arbeit oder ganz raus), und sie bleiben da, dann ist alles in Ordnung.

Wenn sie von selbst im Schaft zurückfallen, dann hat die Spiralfeder unter den betreffenden Leiste ein Problem, aber das halte ich für eher unwahrscheinich und eher nicht für die Ursache Deiner Probleme. 


Bearbeitet von Hummelbrummel, 24.03.2016 - 11:23.


#7 Hummelbrummel

Hummelbrummel

    Profi

  • Mitglieder
  • 194 Beiträge

Geschrieben 24.03.2016 - 11:18

Ach so, vielleicht auch noch sehr wichtig: 

 

Zur Schwergängigkeit des Schlittens: 

 

gaaanz wichtig: Garn muss paraffiniert und ordentlich mit dem Konenwickler aufgewickelt sein, und dann frei (!!) ablaufen. 

Bei plötzlicher Schwergängigkeit als erstes den kompletten Garnweg überprüfen! 

 

Außerdem geht's schwerer, wenn die Maschenweite zu klein eingestellt ist. 

 

Sodann kann sehr wenig (!) Öl auf den Stellen, wo der Schlitten auf den Schienen gleitet, Wunder wirken, aber nur, wenn da keine bremsenden Fussel und Staubknubbel kleben. Selbige sollte man von Zeit zu Zeit sowohl auf den Schienen als auch am Schlitten entfernen (ich nehme gerne Zahnstocher dazu.)


Bearbeitet von Hummelbrummel, 24.03.2016 - 11:18.


#8 Bina_01

Bina_01

    Gerade reingestolpert

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Geschrieben 24.03.2016 - 13:31

Hallo Hummelbrummel

Vielen, vielen Dank für die suuuperschnelle und ausführliche Antwort :-)

Ich werd's gleich mal versuchen:-)





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